- 30.09.2008, 09:12:05
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Internationale Lohnstückkostenposition 2007 leicht verschlechtert
Wien (WIFO) - Im Jahr 2007 kostete die Arbeitsstunde in
Österreichs Sachgütererzeugung 29,90 Euro und war damit um 7,2% teuer
als im Durchschnitt der anderen Länder der EU 15. In der
internationalen Arbeitkostenhierarchie nahm Österreich den 11. Rang
ein. In den neuen EU-Ländern betrugen die Arbeitskosten einen
Bruchteil der österreichischen. Die relative Lohnstückkostenposition
der österreichischen Sachgütererzeugung verschlechtert sich seit
2002; dennoch ist sie heute um rund 13% günstiger als Mitte der
neunziger Jahre.
Im Jahr 2007 kostete die Arbeitsstunde in Österreichs
Sachgütererzeugung 29,90 Euro und war damit um 7,2% teuer als im
Durchschnitt der anderen Länder der EU 15. Dieser Betrag setzte sich
aus einem Leistungslohn von 15,88 Euro und Lohnnebenkosten von 14,02
Euro zusammen. Der Lohnnebenkostensatz betrug damit 88,3%; er ist im
Vorjahresvergleich leicht gesunken.
Österreich nimmt in der internationalen Arbeitkostenhierarchie den
11. Rang ein. Am teuersten war der Faktor Arbeit 2007 in Norwegen
(Arbeitsstunde in der Sachgüterproduktion +32% gegenüber Österreich),
Belgien (+20%) und Schweden (+17%) sowie Dänemark und Deutschland
(+10 1/2%). Wechselkursbedingt rückte die Schweiz (+8%) nach unten.
Auch in Frankreich und den Niederlanden kostete die Arbeitsstunde
mehr als in Österreich, in Finnland gleich viel. In Großbritannien
und Irland zahlt die Sachgütererzeugung um 10% und in Italien um ein
Fünftel weniger als in Österreich. Durch die Aufwertung des Euro war
2007 in den USA die Arbeitsstunde um ein Viertel und in Japan um fast
40% billiger. In den neuen EU-Ländern betrugen die Arbeitskosten
einen Bruchteil der österreichischen: in Ungarn, Estland und
Tschechien knapp 20% der österreichischen, in Polen, Litauen und
Lettland 15%, in Rumänien und Bulgarien unter 10%.
Die österreichische Sachgütererzeugung erzielte bis in die jüngste
Vergangenheit überdurchschnittliche Produktivitätszuwächse. Nach dem
kräftigen Produktionswachstum in den Jahren 2005 und 2006 wurde aber
2007 die Beschäftigung stark ausgeweitet, und der
Produktivitätszuwachs lag mit 3,1% um 1 Prozentpunkt unter dem
Durchschnitt der Handelspartner, um fast 1 1/2 Prozentpunkte unter
dem Durchschnitt der EU-Handelspartner und um fast 2 1/2
Prozentpunkte unter dem Wert für Deutschland.
Obwohl der Arbeitskostenauftrieb in Österreich seit 2002 in
Landeswährung um 0,7 Prozentpunkte pro Jahr und zuletzt 2007 um 0,9
Prozentpunkte schwächer war als im Durchschnitt der Handelspartner,
stiegen vor allem durch die Aufwertung des Euro die Lohnstückkosten
in der heimischen Sachgütererzeugung stärker als im gewichteten
Durchschnitt der Konkurrenzländer. Die Lohnstückkostenposition der
österreichischen Sachgüterproduktion hat sich seit 2002 pro Jahr um
0,6%, davon zuletzt 2007 um 0,9% verschlechtert. Trotzdem ist sie
heute um rund 13% günstiger als Mitte der neunziger Jahre.
Auch die gesamtwirtschaftlichen Lohnstückkosten stiegen in
einheitlicher Währung seit 2002 im Durchschnitt pro Jahr um fast 1/2
Prozentpunkt rascher als im Durchschnitt der Handelspartner,
entwickelten sich aber zuletzt bei einem Zuwachs von 0,8% im
Gleichschritt mit den Handelspartnern.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem WIFO-Monatsbericht
9/2008
(http://www.wifo.ac.at/wwa/jsp/index.jsp?fid=23923&id=33665&typeid=8&
display_mode=2)!
Rückfragehinweis:
Mag. Alois Guger, Mag. Thomas Leoni
Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung - WIFO
Tel. +43 1 798 26 01-264 bzw. 215 * Fax. +43 1 798 93 86
mailto:[email protected], [email protected]
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