- 26.09.2008, 11:48:56
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Österreichs Non-Profit-Organisationen begrüßen Spendenabsetzbarkeit
Rasche Umsetzung nach der Nationalratswahl gefordert
Wien. (OTS) - Der Fundraising Verband Austria, der die
österreichischen gemeinnützigen Vereine und Non-Profit-Organisationen
vertritt, begrüßt die gestrige Zustimmung der Parteichefs zur
Spendenabsetzbarkeit in Österreich. "Bis jetzt blieb es nur bei
Lippenbekenntnissen, die Spendenabsetzbarkeit einzuführen", meint
Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria.
"Nach der Zustimmung durch alle Parteien muss die
Spendenabsetzbarkeit nach der Nationalratswahl rasch umgesetzt
werden", fordert der stellvertretende WWF-Geschäftsführer Gerhard
Pock.
Bei der gestrigen "Elefantenrunde" im ORF haben sich alle
Spitzenkandidaten der Parteien für die Einführung der steuerlichen
Absetzbarkeit von Spenden ausgesprochen. Der Fundraising Verband
Austria und der WWF begrüßen ausdrücklich dieses deutliche Bekenntnis
der österreichischen Parteien zur Spendenabsetzbarkeit. Der
Fundraising Verband und der WWF verstehen die gestrigen klaren
Aussagen als ein Wahlversprechen an alle österreichischen Spender im
privaten und im Unternehmensbereich. "Damit wird der Einsatz der
österreichischen Bevölkerung für die Arbeit der NPOs endlich vom
Staat honoriert", so Lutschinger.
"Wir werden dieses Wahlversprechen nach dem Wahlsonntag von allen
Parteien einfordern", kündigt Lutschinger an. Es steht für die
österreichischen Nonprofit-Organisationen sehr viel auf dem Spiel.
"In Zeiten der Teuerung und der Weltfinanzkrise, in denen mehr
gespart werden muss, werden die Spenden immer rarer", warnt Pock.
"Die Spendenabsetzbarkeit ist eine wichtige Maßnahme gegen die Folgen
der Teuerung, damit die Arbeit der zahlreichen sozialen und
Umweltorganisationen weiter betrieben werden kann", so Lutschinger
und Pock.
Österreich ist bis jetzt eines der letzten Länder Europas die keine
allgemeine steuerliche Spendenabsetzbarkeit gesetzlich geregelt
haben. Das Institut für Höhere Studien (IHS) berechnete eine
Steigerung der privaten Spenden durch die nun versprochene
Gesetzesänderung von mindestens 2,5 Prozent, von Unternehmensspenden
sogar von 8,5 Prozent pro Jahr. Dies würde bei der heutigen
Stagnation einen jährlichen Spendenzuwachs von mindestens elf
Millionen Euro pro Jahr bewirken. "Mittel- und langfristig führt dies
zu einem deutlichen Wohlfahrtsgewinn für ganz Österreich", so der
Fundraising Verband Austria und fordert von den Parteien, die
Spendenabsetzbarkeit in das kommende Regierungsprogramm aufzunehmen.
Rückfragehinweis:
Dr. Günther Lutschinger, Fundraising Verband Austria, Tel. 0676-4410108.
Gerhard Pock, Geschäftsführung WWF Österreich, Tel. 0676-83488268.
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF Österreich, Tel. 0676-83488231.
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