- 05.09.2008, 11:47:26
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Grundsteinlegung Bernhard Gottlieb Universitätszahnklinik
Über 66 Millionen Euro Investitionen - Fertigstellung 2011
Wien (OTS) - Am 5. September 2008 um 11 Uhr, erfolgt die
Grundsteinlegung der Generalsanierung und des Zubaus der Bernhard
Gottlieb Universitätszahnklinik in der Währingerstraße 25a.
Bundesminister für Wissenschaft und Forschung Johannes Hahn, Wolfgang
Gleissner, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft, Rektor
der Medizinischen Universität Wien Wolfgang Schütz sowie Georg
Watzek, Geschäftsführer der Bernhard Gottlieb Universitätszahnklinik,
legen den Grundstein.
Die "neue" Universitätsklinik entsteht in einer geplanten Bauzeit
von drei Jahren, die Fertigstellung ist für Mai 2011 vorgesehen. Für
die Planung des rund 66 Millionen Euro (Investitionskosten) teuren
Bauprojektes wurden die Architekten Nehrer + Medek und Partner ZT
GmbH unter Leitung von Architekt Herbert Pohl beauftragt.
Der rund 9.800 Quadratmeter (Nettogrundfläche) große Zubau im Hof des
denkmalgeschützten, ehemaligen Garnisonsspitals erstreckt sich auf
vier Stockwerke. Im ersten Obergeschoß und im Erdgeschoß werden
Behandlungsräumlichkeiten für Patientinnen und Patienten, genannt
"Unit-Bereich", Platz finden. Der "Unit-Bereich" zeichnet sich
dadurch aus, dass der Arzt zum Patienten kommt - genauer gesagt, der
Patient muss nicht mehr den Arzt in seiner Praxis aufsuchen, sondern
wird in einem jeweils freien Raum des "Unit-Bereichs" vom Arzt
untersucht und behandelt. Die Wege der Patienten werden dadurch
deutlich verkürzt, Wartezeiten können in der neuen Cafeteria angenehm
überbrückt werden. Im Sockelgeschoss sind das Seminarraumzentrum und
ein 220 Personen umfassender Hörsaal situiert. Die neue Mensa, die
von allen in der Umgebung angesiedelten Einrichtungen der
Medizinischen Universität genutzt werden wird, findet ebenfalls im
neuen Gebäude Platz. Nach Fertigstellung des Neubaus, kann auch die
Verwaltung vom aus dem in den 60er Jahren erbauten Flachbau im Hof,
der danach abgebrochen wird, übersiedeln. In das Untergeschoß des
Zubaus ziehen lediglich Technikeinrichtungen.
Das aus dem 18. Jahrhundert stammende Bestandsgebäude wird einer
Generalsanierung unterzogen. Dabei wird auf die Erhaltung der
denkmalgeschützten Räumlichkeiten geachtet, die sich über fast 12.000
Quadratmeter (Nettogrundfläche) erstrecken.
Zwischen Alt- und Neubau entsteht eine glasüberdachte Eingangshalle
als zentraler Zugang zu sämtlichen Einrichtungen.
Bereits im Vorfeld haben Baufirmen mit ersten Vorarbeiten begonnen.
Diese umfassen umfangreiche Abbrucharbeiten, diverse Adaptierungen im
Bestand und das Ausheben der Baugrube für den Neubau.
Die Bernhard Gottlieb Universitätszahnklinik
Geschichte, Bedeutung, Funktion
Bis Ende 2003 war die Bernhard Gottlieb Universitätszahnklinik -
vormals Wiener Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde - ein
Institut der Medizinischen Fakultät an der Universität Wien.
Seit 1.1.2004 - mit dem Wirksamwerden des Universitätsgesetzes
2002 - ist die zeitgleich aus der Universität Wien ausgegliederte,
autonome Medizinische Universität Wien der Rechtsträger. Seit
1.7.2004 ist die Bernhard Gottlieb Universitätszahnklinik eine
gemeinnützige GesmbH - und zwar als 100%-Tochtergesellschaft der
Medizinischen Universität Wien -, die als Supportorganisation die
notwendigen flexiblen Organisationsstrukturen für den
nichtuniversitären Krankenanstaltenbetrieb in einem universitären
Umfeld ermöglicht.
Eine ausgezeichnete Abteilungsbibliothek für Zahnmedizin befindet
sich im zentralen Hof der Klinikanlage. Sie enthält neben der
Präsenzbibliothek, einen fachspezifischen Katalog und eine Sammlung
von CD-ROM-Datenbanken.
Bernhard Gottlieb - der Namenspatron
In Anerkennung der herausragenden wissenschaftlichen Leistungen
des aus Galizien stammenden Altösterreichers Bernhard Gottlieb (1885
- 1950), der in den 30er Jahren als Spezialist für Parodontose zu den
weltweit bedeutendsten Zahnärzten gehört, wurde die
Universitätszahnklinik 2005 zur "Bernhard Gottlieb
Universitätszahnklinik". Bernhard Gottlieb promovierte 1911 in Wien,
war zwischen 1931 und 1938 Prof. für Zahnheilkunde an der Universität
Wien. Er gilt als Begründer der wissenschaftlich fundierten
Diagnostik und Behandlung von Zahnfleischerkrankungen. 1938 wurde er
aus "rassischen Gründen" von der Universität ausgeschlossen und
emigrierte nach den USA (Dallas/Texas), wo er nach erfolgreicher
wissenschaftlicher Karriere 1982 Aufnahme in die Hall of Fame am
Baylor College of Dentistry in Dallas fand.
Zum Studium
In Österreich wurde, verpflichtend ab 1998, ein vom Medizinstudium
unabhängiges, eigenes Studium der Studienrichtung Zahnmedizin
eingerichtet, das 2002, mit dem Inkrafttreten des neuen Studienplans
der Medizin im Wiener Medizincurriculum, als eigenständige Ausbildung
des "Diplomstudium der Zahnmedizin (N203)" installiert wurde.
Rückfragehinweis:
Medizinische Universität Wien Mag.a phil. Nina Hoppe, Leiterin Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring, Fundraising Tel.: +43 1 40 160 - 11 502 Mag. Ernst Eichinger MBA Pressesprecher Bundesimmobiliengesellschaft H. Zollamtsstrasse 1, A-1030 Wien T: 050244 - 1350 Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Minoritenplatz 5, 1014 Wien Presse: Mag. Doris OSTERMANN, Tel.: +43/1/53120-9006
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