• 31.07.2008, 10:19:26
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Eignungstest Medizinstudium - Stark verbesserte Testergebnisse für Frauen in Wien und Innsbruck

Uni-Infokampagnen in Kooperation mit den Schulen mit positivem Effekt

Wien (OTS) - Bei dem heuer am 4. Juli 2008 bereits zu dritten Mal
unverändert in Wien und Innsbruck - und in der Schweiz - abgehaltenen
psychokognitiven Eignungstest für die Aufnahme zum Medizinstudium
haben die Testteilnehmerinnen aus Österreich um bis zu 10% besser
abgeschnitten als im Vorjahr.

Von den in Wien und Innsbruck im "ÖsterreicherInnenkontingent" zur
Verfügung stehenden 855 Studienplätzen (von gesamt 1140: 740 Wien,
400 Innsbruck) konnten in Wien 50,3% und in Innsbruck 50,2% der
Plätze von den österreichischen Testteilnehmerinnen durch ihre guten
Testleistungen belegt werden. Beim EMS von 2007 waren es hingegen nur
41,7% in Wien und 46,3% in Innsbruck.

Zum Test angetreten sind in Wien 2876, in Innsbruck 1529
StudienwerberInnen (alle Länder), davon - in etwa gleich wie im
Vorjahr - 57,7% (56,6%) Frauen in Wien und 55,7% (56,7%) Frauen in
Innsbruck.

Vizerektor für Studium und Lehre in Wien, Prof. Rudolf Mallinger:
"Unsere intensiven Informations- und Beratungsaktivitäten in
Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsministerium, den Schulbehörden
sowie einzelnen Lehrerinitiativen haben Früchte getragen. Das
deutlich verbesserte Abschneiden der Österreicherinnen in diesem Jahr
ist uns Ansporn, die Beratungsaktivitäten im kommenden Jahr weiter
auszubauen."

Eine im Juni veröffentlichte Untersuchung im Auftrag des
Wissenschaftsministeriums zum Thema der Leistungsunterschiede hatte
ergeben, dass die zentrale Ursache für die geschlechtsspezifischen
Testunterschiede in unterschiedlichen Ausbildungsstandards zwischen
Jungen und Mädchen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich
der schulischen Vorbildung zu suchen ist. Neben vermehrten
genderspezifischen Fördermaßnahmen an den Schulen hatten die
Studienautoren aber auch eine verstärkte Informationsarbeit zur
Testvorbereitung empfohlen.

Vizerektor für Lehre und Studienangelegenheiten in Innsbruck,
Prof. Manfred Dierich: "Die Vorträge in Schulen in Vorarlberg, Tirol
und Südtirol und die von den Schulbehörden durchgeführten Tests unter
realen Zeitbedingungen haben den Schülerinnen offensichtlich genutzt.
Außerdem dürfte die gender-spezifische Beratung bei der persönlichen
Vorstellung vorteilhaft gewesen sein."

Einen grösseren Anteil an diesem positiven Effekt scheinen jüngere
Personen (geboren ab 1988) zu haben. Sie stellen innerhalb der
Österreich-Quote mit 1932 Personen den grössten Anteil dar. Man kann
dies als Hinweis werten, dass die Beratungsaktivitäten gemeinsam mit
Expertinnen des Instituts für Unterrichts- und Schulentwicklung sowie
die Info-Massnahmen mit den Schulen zur Verbesserung der Vorbereitung
auf den Test wirksam waren.

Die Testergebnisse sind für die TeilnehmerInnen ab morgen (01.
August 2008) online unter www.eignungstest-medizin.at abzurufen. Ab
Mitte August können entsprechend der gesetzlich festgelegten
Quotenkontingente die Bestgereihten in Wien für 740 Plätze und die
Bestgereihten in Innsbruck für 400 Plätze inskribieren. Zur
Einschreibung selbst sind neben der durch die KandidatInnen -
bestätigten - Platzzusage alle anderen notwendigen Aufnahmekriterien
zu belegen, also z.B. Maturazeugnis und der Nachweis über Biologie
und Latein. Details dazu erfahren sie auf den Homepages der
jeweiligen Studienabteilungen: www.meduniwien.ac.at und
www.i-med.ac.at

Rückfragehinweis:
Mag. Bernd Matouschek
Medizinische Universität Wien
+43-676-6119701
[email protected]

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