• 10.06.2008, 10:23:31
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  • OTS0069 OTW0069

Initiative Denkmalschutz: Komet-Projekt nicht mit UNESCO abgestimmt

Weltkulturerbe Schloss Schönbrunn droht Beeinträchtigung

Wien (OTS) - Der Verein "Initiative Denkmalschutz" begrüßt die
Absetzung des Komet-Projekts von der Tagesordnung des morgen
stattfindenden Planungsausschusses, da wichtige Fragen in Bezug auf
das UNESCO-Weltkulturerbegebiet Schloss und Park Schönbrunn bis heute
nicht geklärt sind. Das Hochhausprojekt, das eine Beeinträchtigung
des UNESCO-Weltkulturerbegebietes Schönbrunn erwarten lässt (Zitat
Erläuterungsbericht zum Flächenwidmungsplan: "Wiedererkennungsfaktor
auch aus größerer Distanz"), wurde in dieser Form nicht mit dem
"Internationalen Rat für Denkmalpflege" (ICOMOS), dem
Beratungsgremium der UNESCO in Weltkulturerbefragen, abgestimmt. Die
Behauptung im Erläuterungsbericht auf Seite 8, dass das Projekt in
der vorliegenden Form (bis zu 73 Meter Höhe) durch ICOMOS akzeptiert
wurde, entspricht nämlich nicht den Tatsachen, wie die Recherchen des
Vereins mittlerweile ergaben. "Initiative Denkmalschutz" erwartet
daher eine Abstimmung des Projekts mit ICOMOS und in der Folge eine
deutlich niedrigere Höhenwidmung.

Die Proponenten des Vereins haben bereits im Februar in ihrer
Stellungnahme zum Flächenwidmungs- und Bebauungsplan darauf
hingewiesen, dass die vorgesehene Gebäudehöhe (102 Meter über Wiener
Null, das entspricht 73 Meter über Straßenniveau) eine Sichtbarkeit
von Schloss und Park Schönbrunn erwarten lässt und es nicht bekannt
sei, ob das Projekt in der vorliegenden Form durch ICOMOS akzeptiert
wurde.

Rückfragehinweis:
Claus Süss, Verein "Initiative Denkmalschutz",
Tel.: 0676 / 740 43 27, www.initiative-denkmalschutz.at,
ZVR-Nr. 049832110

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