• 08.12.2007, 13:15:48
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Niederwieser zu Lehrerausbildung: Das Geld ist knapp und Reformen sind vereinbart!

Getrennte Ausbildung kostet enorm viel Geld

Wien (SK) - "Natürlich kann man die vereinbarte Umstellung der
LehrerInnenausbildung an den Universitäten auf die
Bologna-Studienstruktur auch ohne die Pädagogischen Hochschulen
denken - vernünftig ist das allerdings nicht", betonte
SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser am Samstag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst in Reaktion auf die "ablehnende beziehungsweise
verzögernde Haltung" von VP-Bildungssprecher Neugebauer. Niederwieser
sieht die Situation an den neuen pädagogischen Hochschulen so: "Sie
sind gerade dabei, ihre Identität als Hochschulen zu finden - aber
ich denke, gemeinsam mit der Universität würden sie sich da leichter
tun". ****

An den PH gebe es beispielsweise "nur wenig Erfahrung in der
Forschung und kaum Universitätsprofessoren, während an den
Universitäten eher die Praktiker fehlen". Eine Fortführung dieser
"getrennten Entwicklung über die nächsten 15-20 Jahre kostet
jedenfalls viel Geld - und widerspricht auch den Empfehlungen
eigentlich aller Fachleute", so Niederwieser.

Zur Umstellung der universitären LehrerInnenausbildung auf die
Bologna-Studienstruktur führte Niederwieser aus, dass
"Bologna-konforme Studien bei den Lehramtsstudien die Einführung des
Bachelors, des Masters und des Doktoratsstudiums bedeuten". Der
Bachelor müsse "verpflichtend zu einem berufstauglichen
Studienabschluss führen", und er denke nicht, so Niederwieser, "dass
dies der AHS-Lehrer sein kann oder sein wird, weil das in sechs
Semestern nicht möglich ist.

Also wird es auch den Universitäten möglich sein müssen, Vor- und
GrundschullehrerInnen auszubilden. Der Master bzw. Magister wird dann
für den Unterricht in der Mittel- und Oberstufe berechtigen. Dieser
Logik folgt die Lehrerausbildung in allen Ländern außer Österreich,
weil bei uns die ÖVP die Einführung der Gesamtschule 'über die
Hintertür' befürchtet - und da sage ich nur: Man kann sich auch zu
Tode fürchten", schloss Niederwieser. (Schluss) wf/mb

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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