- 28.11.2007, 11:16:55
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Bösch: Streit der Generäle um Tschadeinsatz
Fronten innerhalb des ÖBH verhärten sich vor dem Hintergrund der Bundesheerreform und der Ausschreibung von Spitzenfunktionen
Wien (OTS) - Kann sich das ÖBH den Tschadeinsatz zum momentanen
Zeitpunkt überhaupt leisten? "Die finanzielle Lage im Bundesheer
sieht alles andere als rosig aus. Nach dem letzten "hochgelobten"
Budget ist die Landesverteidigung eigentlich ‚pleite‘", beurteilt
auch der außenpolitische Sprecher der FPÖ, NAbg. Dr. Reinhard E.
Bösch die Lage. Die von Platter angeführte Anschubfinanzierung für
die Bundesheerreform sei zum Gutteil auch ausgeblieben.
Großes Engagement für den Einsatz des Bundesheeres im Tschad, welcher
vom BMLV auf 25 Millionen Euro Kosten geschätzt werde, käme hingegen
von einzelnen Generälen des ÖBH, so Bösch. "Diese werfen sich für
Darabos und seinen humanitären Einsatz in die Bresche und befürworten
die Tschad-Mission, welche natürlich durch das BMLV finanziert werden
muss. Dass die geplanten Kosten nicht halten werden und überschritten
werden ist aber sicher." Und Bösch ergänzt, dass es sich bei Aussagen
von diversen Generälen augenscheinlich um ein Gefälligkeitsgutachten
für den Verteidigungsminister handle. Die massiven Kampfhandlungen
der letzten Tage mit Hunderten Toten könnten in keinster Weise die
vereinzelt wahrzunehmenden Ausführungen zur Weisung 2 rechtfertigen,
demzufolge es sich nur um ein "Worst-Case-Szenario" handle.
Bösch stellt abschließend fest, dass die Differenzen innerhalb des
ÖBH rund um den Tschad-Einsatz auch vor dem Hintergrund der derzeit
ausgeschriebenen Spitzenposten im BMLV betrachtet werden sollten. Der
Kampf um die Sinnhaftigkeit des Tschadeinsatzes sei anscheinend auch
ein Kampf um Spitzenposten im ÖBH.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub
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