- 13.11.2007, 09:45:02
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Prets: Fernsehrichtlinie knapp vor dem Ziel
Wien (SK) - Einstimmig hat der zuständige Kulturausschuss des
Europäischen Parlaments gestern Abend der überarbeiteten
Fernsehrichtlinie zugestimmt. Damit ist der Weg für die endgültige
Abstimmung im Plenum in zwei Wochen frei. "Das Ergebnis ist
annehmbar", so die SPÖ-Europaabgeordnete Christa Prets als Mitglied
des Kulturausschusses. "In manchen Bereichen hätte ich mir schärfere
Vorgaben für die Wirtschaft gewünscht, alles in allem bietet die neue
Richtlinie allerdings gegenüber der bestehenden Rechtslage deutlich
verbesserte Regelungen für die modernen Kommunikationsmittel.
Erstmals werden nun auch neue Medien von der Richtlinie erfasst", so
Prets. ****
"Viele Forderungen des Parlaments konnten in den vorangegangenen
Verhandlungen mit dem Rat durchgesetzt werden. Die
Werbebeschränkungen bleiben auch weiterhin mit höchstens zwölf
Minuten pro Stunde erhalten. Eine zunächst vorgesehene Ausdehnung
wird es nicht geben. Fernsehfilme, Kinospielfilme und
Nachrichtensendungen können in Zukunft einmal in einem Zeitraum von
30 Minuten von Werbung unterbrochen werden. Kindersendungen dürfen
nur dann unterbrochen werden, wenn die Gesamtdauer der Sendung mehr
als 30 Minuten beträgt. Bei Serien, Reihen und Dokumentarfilmen wird
keine Werbung zugelassen", erläutert Prets, die bedauert, dass eine
Forderung der Sozialdemokratischen Fraktion nach einer
grundsätzlichen Beschränkung auf höchstens drei Werbeunterbrechungen
pro Stunde nicht angenommen wurde.
Umstritten war bis zuletzt die Frage nach den
Produktplatzierungen. Diese werden nun für Kinofilme, Filme, Serien,
Sportsendungen und leichte Unterhaltungssendungen erlaubt sein.
"Allerdings müssen Produktplatzierungen klar gekennzeichnet sein und
dürfen den Inhalt einer Sendung nicht beeinflussen", schränkt die
SPÖ-Europaabgeordnete ein. In Nachrichtenprogrammen, Programmen zum
aktuellen Zeitgeschehen, Kinderprogrammen, Dokumentarfilmen und
Ratgeberprogrammen wird diese Art der Werbung gänzlich verboten sein.
"Eine Überarbeitung der bestehenden Richtlinie war auf Grund des
schnellen technologischen Wandels etwa im Mobilfunk- oder
Internetbereich dringend notwendig geworden. Mit dem nun gefundenen
Kompromiss konnte ein guter Ausgleich zwischen den Interessen der
Anbieter, der Konsumenten und der Wirtschaft erzielt werden", so
Prets abschließend. (Schluss) js/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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