- 07.11.2007, 09:55:12
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Post verliert Quelle-Pakete
Personalvertretung fordert sofortige Konsequenzen im Management
Wien (GPF/ÖGB) - Für die Belegschaftsvertretung in der Post AG ist
der heute vom Management der Post AG bekannt gegebene Verlust der
Quelle-Pakete ein herber Anschlag auf die Arbeitsplätze der
Postlerinnen und Postler im Paketbereich. Auch wenn die konkreten
Auswirkungen auf die Beschäftigten heute noch nicht abgeschätzt
werden können, muss dieses Desaster Konsequenzen haben.++++
Gerhard Fritz, Vorsitzender der Belegschaftsvertretung in der Post
AG, verlangt nun eine lückenlose und vollständige Aufklärung im
Aufsichtsrat und sofortige Konsequenzen für jene Manager, die dieses
Desaster zu verantworten haben. Für Fritz ist nun der
Aufsichtsratsvorsitzende der Post AG, Dr. Peter Michaelis, gefordert.
"Dr. Michaelis muss nun handeln. Es kann nicht sein, dass der
Aufsichtsrat einer solchen katastrophalen Entwicklung tatenlos
zusieht. Da müssen im Aufsichtsrat alle Zahlen, Daten und Fakten auf
den Tisch. Es muss klare und deutliche Konsequenzen geben, für den
oder die, die diese Katastrophe verursacht haben," so Fritz wörtlich.
Für die Belegschaftsvertretung sind damit die bereits Ende August
2007 befürchteten Entwicklungen eingetreten. Nachdem mit 1. Juli 2007
die Versandhauspakete von Otto und Universalversand an den
Mitbewerber Hermes verloren wurden, sind nun auch im überwiegenden
Ausmaß Quelle-Pakete weg. Binnen weniger Monate hat die Post AG damit
den Großteil ihres Versandhausgeschäftes verloren.
Auch wenn es Generaldirektor Dr. Wais scheinbar in letzter Minute
noch gelungen ist, die Retoursendungen und Kataloge der Firma Quelle
abzusichern und damit Quelle als Großkunde für die Post AG zu
behalten, ist der Verlust der Pakete mit weitreichenden, heute noch
nicht abschätzbaren Konsequenzen für die Post AG und deren
MitarbeiterInnen verbunden.
Beim Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Michaelis wird Fritz noch heute
die Aufnahme dieser Sache auf die Tagesordnung der
Post-Aufsichtsratsitzung am kommenden Montag verlangen und in dieser
Sitzung fordern, dass das Aufsichtsorgan der Post "Nägel mit Köpfen"
macht.
Gleichzeitig wird Fritz vom Vorstand der Post bereits für nächste
Woche eine Darstellung der konkreten Auswirkungen auf die Belegschaft
einfordern. Die Betroffenen haben außerdem das Recht, vom Management
zu erfahren, was man zu tun gedenkt. Der Vorstand ist nun gefordert,
diesen herben Verlust wett zu machen ohne dies am Rücken der
Belegschaft auszutragen.
ÖGB, 7. November 2007 Nr. 659
Rückfragehinweis:
Martin Palensky Zentralausschuss Österreichische Post AG O664 624 1206 [email protected] Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten Biberstraße 5 1010 Wien Tel. 512551121
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