- 06.11.2007, 12:37:32
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VGT präsentiert Dossier: Käfigverbot für Kaninchenhaltung
Tierschutz bezeichnet Ministerratsentwurf zur Tierschutzgesetznovelle bzgl. Kaninchenhaltung als völlig inakzeptabel
Wien (OTS) - Unter diesem Link kann das Dossier als pdf
heruntergeladen werden: http://www.ots.at/redirect.php?vgt3
Kaninchen sind die letzten Nutztiere Österreichs, die noch in
Käfigen leben müssen. Seit 1998 ist die Käfighaltung für Pelztiere
verboten, seit 2005 (mit Übergangsfristen) die Käfighaltung für
Legehennen, die sogenannten Legebatterien. Aber auch nach dem neuen
Tierschutzgesetz müssen junge Mastkaninchen in kleinen Gitterkäfigen
mit weniger als zwei Drittel einer A4-Seite Platz auskommen! Die
Käfige haben keine Struktur, kein weiches Stroh und einen scharfen
Drahtgitterboden, der die Pfoten verletzt. Die Zustände sind so
katastrophal, dass die Supermärkte nach bekannt Werden dieser
Haltungsbedingungen den Verkauf von Kaninchenfleisch einstellten.
VGT-Obmann DDr. Martin Balluch kommentiert: "In unserem neuen
Dossier zur Kaninchenhaltung zeigen wir, was für ein unsägliches
Tierleid diese Käfige bedeuten. Die Gesellschaft duldet heute eine
derartige Haltung in winzigen Käfigen nicht mehr. Es wird Zeit diese
Altlast aus den 1950er Jahren ohne jedes Tierschutzgefühl ein für
alle Mal abzubauen. In der Tierschutzgesetznovelle muss ein
Käfigverbot für die Kaninchenhaltung stehen, ohne wenn und aber!"
Der neue Ministerratsentwurf der Regierung sieht allerdings vor,
dass derartige alte Käfigbetriebe bis 1. Juli 2008 weiter gebaut und
bis 2020 weiter betrieben werden dürfen. Ab dann sollen nur mehr
ausgestaltete Käfige mit einer erhöhten Fläche und keinem reinen
Drahtgitterboden zugelassen sein.
Dazu der VGT-Obmann: "Diese langen Übergangsfristen sind nicht
nachvollziehbar. In Österreich gibt es nur 3 größere
Käfigmastbetriebe von Kaninchen, und alle 3 bauen jetzt bereits auf
Buchtenhaltung um, weil die Supermärkte ihnen sonst das Fleisch nicht
abkaufen. Die Tierschutzministerin verschläft in Sachen Tierschutz
wieder einmal die aktuelle Entwicklung!"
Und weiter: "Es wird argumentiert, der Käfig könne nicht
abgeschafft werden, weil es dazu keine kommerziell machbare
Alternative in der Kaninchenmast gibt. Das stimmt nicht. In der
Schweiz beweisen 2 Großfirmen, die 1000 - 1500 Kaninchen pro Woche
produzieren, dass das auch mit einer Buchtenhaltung funktioniert.
Dort gibt es zusätzlich gute Freilandhaltungen. In der Schweiz werden
Kaninchen seit geraumer Zeit nicht mehr in Käfigen gemästet. Der VGT
hat deshalb jetzt dieses Land besucht und in seinem Kaninchendossier
die praktischen Erfahrungen mit der Alternativhaltung dokumentiert.
Ergebnis: Es ist den österreichischen Betrieben völlig zumutbar,
sofort auf diese Haltungsformen umzusteigen. Wir brauchen ein
absolutes Käfigverbot, wie es der Tierschutzsprecher der SPÖ bereits
öffentlich versprochen hat, und zwar innerhalb weniger Jahre ohne
lange Übergangsfristen!"
Rückfragehinweis:
DDr. Martin Balluch, Tel.: 0676 7203954
Email: [email protected]
Fotos und Filmmaterial vorhanden, VGT-Büro Tel. 01 9291498
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