- 13.09.2007, 10:44:14
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GLOBAL 2000: EuGH Urteil kippt generelles Gentech-Verbot, Gentech-Anbau bleibt in Österreich aber weiterhin nicht möglich
Anti-Gentech-Kurs muss konsequent fortgesetzt und wissenschaftlich vertieft werden
Wien (OTS) - Anlässlich des heute verkündeten Urteils des
Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zum oberösterreichischen
Gentechnikverbotsgesetz mahnt GLOBAL 2000 den Anti-Gentech-Kurs in
Österreich konsequent fortzuführen und wissenschaftlich zu vertiefen.
Der EuGH hat allein das generelle Gentechnikverbot in Oberösterreich
beanstandet. Die Generalanwältin hat aber anerkannt, dass das
Gentechnikverbotsgesetz dem Schutz der Umwelt diene. Lediglich der
Nachweis "neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse", die das
Schutzbedürfnis belegen, wurde als nicht ausreichend eingestuft. "In
Österreich müssen nun endlich vermehrt Mittel für kritische
Risikoforschung zur Verfügung gestellt werden. Es ist vollkommen
logisch, dass wir ohne Forschungsgelder in diesem Sektor zu einer
einseitigen Forschungslage kommen. Wenn nur die Biotechindustrie
Gelder in die Forschung steckt, ist es nicht verwunderlich, dass die
Erkenntnisse über die Risiken nur an der Oberfläche bleiben",
kommentiert Jens Karg, Gentechniksprecher der
Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 die Situation.
Das Land Oberösterreich hatte ein auf drei Jahre befristetes
Gentechnik-Verbot erlassen, um ungewollte Gentech-Verunreinigungen zu
verhindern. Bis zum heutigen Tag ist die EU-Kommission die Antwort
schuldig geblieben, wie sie bewerkstelligen will, dass gentechfreie
Landwirtschaft neben Gentech-Landwirtschaft existieren kann. "Anstatt
die Europäerinnen und Europäer vor einer Technologie zu schützen, die
nicht ausreichend erforscht ist und keinen Nutzen bringt, setzt sich
die EU-Kommission für eine systematische Verunreinigung des gesamten
Saat- und Ernteguts der Landwirtschaft ein und verkommt damit zum
Handlanger der Biotech-Industrie. Österreich muss der Kommission
weiterhin Paroli bieten und konsequent nationale Importverbote gegen
Gentech-Saatgut aussprechen, zum Schutz der heimischen Landwirtschaft
und zum Schutz der österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten",
so Karg abschließend.
Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000
Lydia Matzka, 0043/699/14 2000 26, [email protected]
Ruth Schöffl, 0043/699/ 14 2000 19, [email protected]
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