- 30.08.2007, 12:54:30
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Wird die Käfighaltung für Kaninchen verboten?
VGT kommentiert heutige Pressekonferenz des SPÖ-Tierschutzsprechers Abg. Dietmar Keck im Parlament
Wien (OTS) - Der Obmann des Verein Gegen Tierfabriken, DDr. Martin
Balluch, war bei der heutigen Pressekonferenz der SPÖ im Parlament
zugegen: "Naturgemäß sehen wir die Arbeitsbilanz der Regierung für
den heimischen Tierschutz -- so der Titel der Pressekonferenz -- viel
weniger rosig als die SPÖ selbst. Aber was nicht ist, kann ja noch
werden. Die SPÖ hat auf unsere Anfrage bei dieser Pressekonferenz
angekündigt, in der gewerblichen Zucht und Mast von Kaninchen die
Käfighaltung zu verbieten! Das wäre ein echter Fortschritt im
Tierschutz!"
Und DDr. Balluch führt aus: "Die Kaninchen sind die letzten
landwirtschaftlich genutzten Tiere, die in Österreich noch in Käfigen
leben müssen. Die Legebatterien für Hühner werden mit 1. Jänner 2009
verboten sein. Bereits seit 1998 ist die Käfighaltung von Nerz,
Fuchs, Chinchilla, Nutria und anderen Pelztieren in Pelzfarmen
verboten. Nur die Kaninchen müssen weiterhin in diesen
anachronistischen Metallgittern sitzen, mit allen schon lange
bekannten Problemen: die große Enge, der Gitterboden lebenslang,
keine Bewegung, keine Abwechslung, keine Lebensqualität. Mit anderen
Worten: die kommerzielle Käfighaltung ist grundsätzlich nicht mehr
tragbar in der heutigen Zeit! Es ist sehr erfreulich, dass sich die
SPÖ heute bereit erklärt hat, diese Haltungsform in naher Zukunft zu
verbieten. Wir hoffen sehr, dass dieses Käfigverbot bald
ausgesprochen wird!"
Und weiter: "SPÖ-Tierschutzsprecher Keck hat auch angekündigt,
dass die SPÖ den Status von Tieren als Sachen abändern will. Seit
1989 gibt es zwar den §285a im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch,
der erklärt, dass Tiere keine Sachen seien. Aber schon im nächsten
Satz desselben Paragraphen wird das relativiert und daher der gesamte
Paragraph in der gerichtlichen Praxis für einen Nullparagraphen
gehalten, d.h. für inhaltsleer. Tiere gelten in Österreich weiterhin
als Sachen. Wenn die SPÖ diesem offensichtlichen Missstand, der, wie
die Käfighaltung, ebenfalls längst nicht mehr der Mehrheitsmeinung in
Österreich entspricht, ein Ende bereiten will, dann kann sie dafür
die volle Unterstützung des Tierschutzes in Österreich erwarten.
Allerdings wünschen wir uns nicht nur schöne Worte, sondern auch
Taten. Wir werden die SPÖ an ihre heute gemachten Versprechen
erinnern."
Rückfragehinweis:
Martin Balluch
Tel.: 0676 7203954
mailto:[email protected]
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