• 27.06.2007, 10:25:17
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Gerechtigkeit statt Blut: Tierschutzaktivist wird seine Adern vor dem Parlament öffnen

Wann wird das Versprechen endlich eingelöst: Tierschutz in die Bundesverfassung!

Wien (OTS) -

Wann: Donnerstag 28. Juni 2007, 10:30 Uhr
Wo: auf der Parlamentsrampe in Wien

Der Aktionskünstler Benjamin Schmidt wird mit einem
eindrucksvollen Schauspiel seinen Protest wegen des gebrochenen
Wahlversprechens zum Ausdruck bringen. Als Justitia verkleidet werden
die Waagschalen der Gerechtigkeit mit dem symbolischen Blut der
vergessenen Tiere aus dem Gleichgewicht gebracht. Zu diesem Zweck
wird der Künstler eine Ader seines Armes öffnen und sein eigenes Blut
in die Waagschalen rinnen lassen.

Am 27. Mai 2004 hat das Parlament einstimmig beschlossen: "Die
Bundesregierung wird ersucht, im Rahmen des Österreich-Konvent dafür
Sorge zu tragen, dass der Schutz des Lebens und des Wohlbefindens der
Tiere aus der besonderen Verantwortung des Menschen für das Tier als
Mitgeschöpf als Staatszielbestimmung Eingang in den neuen
Verfassungsentwurf findet."

Heute, über 3 Jahre später, ist nichts dergleichen geschehen und
auch nichts dergleichen geplant. Ein Entschließungsantrag, wie jener,
dem obiger Beschluss zugrunde liegt, ist für die Regierung nicht
bindend und kann im Prinzip in der neuen Legislaturperiode von der
neuen Regierung ignoriert werden. Und er wird es auch, obwohl sich
ausnahmslos alle Parteien vor der Wahl, inklusive SPÖ und ÖVP, zu
obigem Beschluss bekannt haben und als Wahlversprechen am 9. August
2006 angekündigt hatten, dass Tierschutz in die Verfassung kommen
wird. Doch wie so viele Wahlversprechen, wurde auch dieses nicht
gehalten.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch kommentiert: "Der österreichischen
Tierschutz- und Tierrechtsbewegung ist dieser Schritt, Tierschutz in
den Verfassungsrang zu erheben, das allergrößte Anliegen. Auch wenn
es unmittelbar in der Praxis nichts verändern würde, ist es
unabdingbare Basis für positive Entwicklungen im Tierschutz in der
Zukunft. Aber auch die allergrößte Mehrheit in der Bevölkerung ist
für einen derartigen Schritt. So ergab eine repräsentative
IFES-Umfrage im Auftrag des VGT Anfang 2004, dass damals bereits 76%
der Bevölkerung für Tierschutz in der Verfassung waren. 3 Jahre seit
der einstimmigen Aufforderung des Parlaments an die Regierung, den
Tierschutz in die Verfassung aufzunehmen, sind genug! Wir bitten die
Regierung endlich zu handeln."

Rückfragehinweis:
DDr. Martin Balluch
Tel.: 0676-720 39 54

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