• 25.06.2007, 11:51:43
  • /
  • OTS0126 OTW0126

Schenkungs- und Erbschaftssteuer reformieren

Wer Vermögen nicht besteuert, muss bei Pflegebedürftigen die letzten Ersparnisse einkassieren.

Wien (OTS) - "Österreich wird zu einem der wenigen
Industrieländer, das weder eine Vermögenssteuer, noch eine
Börsenumsatzsteuer, noch eine Erbschafts- und Schenkungssteuer hat",
warnt die Armutskonferenz vor einer massiven Schieflage im sozialen
Ausgleich.

"In der Armutsbekämpfung, in der Pflege und in Bildungsmaßnahmen
für sozial Benachteiligte muss man um jeden Euro kämpfen,", weiß das
österreichische Anti-Armutsnetzwerk aus leidvoller Erfahrung, "wenn
es um die einflussreichen Interessen geht, spielt Geld plötzlich
keine Rolle mehr.

Wer Vermögen nicht besteuert, muss bei Pflegebedürftigen die
letzten Ersparnisse einkassieren. Sozialer Ausgleich über Steuern ist
fairer als Vermögensprüfungen im sozialen Risikofall." Und: "Wer
Vermögen nicht besteuert, muss den Faktor Arbeit und das Alltagsleben
der Menschen mit indirekten Steuern belasten."

"Angesichts der niedrigen Vermögenssteuern in Österreich und
sichtbar werdender sozialer Ungleichheiten ist das Auslaufen von
Schenkungs- wie Erbschaftssteuer eine ökonomisch und
verteilungspolitisch falsche Entscheidung.", kommentiert das
österreichische Anti-Armutsnetzwerk die aktuelle Debatte. "Der
Anteil vermögensbezogener Steuern liegt im EU-Durchschnitt bei 2,2%,
in Österreich bei 0,6%."

Mehr Infos:

http://www.ots.at/redirect.php?newsletter

Rückfragehinweis:

DIE ARMUTSKONFERENZ.  - Österreichisches Netzwerk gegen Armut und 
   soziale Ausgrenzung.
   
   www.armutskonferenz.at
   
   Rückfragen Medien: 01/ 409 80 01 oder 0664/ 544 55 54
   Kooridnationsbüro: 01/ 402 69 44

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ARM

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel