- 31.05.2007, 09:00:00
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- OTS0031 OTW0031
Ertragskraft in der Sachgütererzeugung 2006 weiter verbessert
Wien (WIFO) - Durch die Beschleunigung des Nachfragewachstums auf
real 7,2% hat sich die Ertragsentwicklung in der österreichischen
Sachgütererzeugung 2006 gegenüber 2005 verbessert. Die Schätzungen
für 19 Branchen ergeben für 2006 eine weitere Steigerung des
Cash-Flow-Umsatz-Verhältnisses auf 10,9%, nach 10,3% im Jahr 2005.
Die Cash-Flow-Quote entsprach weitgehend dem Durchschnitt der
europäischen Vergleichsländer, während die Eigenkapitalquote in
Österreich mit 34% um rund 4 Prozentpunkte unter deren Mittelwert
lag. Sowohl die Cash-Flow-Quote als auch die Eigenkapitalquote
steigen mit zunehmender Größe der Unternehmen. Der Rückstand
gegenüber den europäischen Vergleichsländern ist für die
Eigenkapitalquote der kleinen Unternehmen am größten.
Die Bilanzdaten der Oesterreichischen Nationalbank ergeben für
2005 eine aggregierte Cash-Flow-Quote von 10,3%. 2006 dürfte sie nach
Schätzung des WIFO im gewichteten Durchschnitt der Sachgütererzeugung
auf auf 10,9% gestiegen sein. Die WIFO-Schätzung basiert auf der
Bilanzstatistik der OeNB. Diese Datenbasis beruht auf den
Jahresabschlussdaten der Kreditanalysen der OeNB im Rahmen ihres
Reeskontierungsgeschäftes. Sie zeichnet sich vor allem durch einen
hohen Repräsentationsgrad und die Berücksichtigung von Unternehmen
aller Rechtsformen in einheitlicher Gliederung aus.
Eine Steigerung der Cash-Flow-Quote ergab sich im Jahr 2006 in
beinahe allen untersuchten Sektoren. Am stärksten verbesserte sich
die Selbstfinanzierungskraft der Hersteller von Glaserzeugnissen und
Waren aus Steinen und Erden, der Elektroindustrie und des sonstigen
Fahrzeugbaus. Lediglich für die Sektoren Textilien und Textilwaren,
Ledererzeugung und -verarbeitung, Metallerzeugung und -bearbeitung
sowie Rundfunk-, Fernseh- und Nachrichtentechnik lassen die
ökonometrischen Schätzungen eine Verschlechterung der Ertragslage
vermuten. Die unterschiedliche Ertragsentwicklung der einzelnen
Sektoren wird in den Schätzungen durch die Beurteilung der
Unternehmen, wie sie im synthetischen Konjunkturindikator
zusammengefasst sind, abgebildet. Letztere spiegeln neben dem
Nachfragewachstum auch Strukturveränderungen und Unterschiede in der
Betroffenheit durch die Rohstoffverteuerung wider.
Im Vergleich von neun europäischen Ländern lag die Cash-Flow-Quote
der Sachgütererzeugung in Österreich im Durchschnitt der Jahre 1995
bis 2005 mit einem Wert von 10,5% an dritter Stelle. Angeführt wird
diese Reihung von den Niederlanden (16,5%) und Finnland (16,2%).
Ähnlich hoch wie in Österreich war die Cash-Flow-Quote im
mehrjährigen Durchschnitt in Portugal (10,3%), Belgien (9,7%) und
Frankreich (9,6%). Am niedrigsten war sie in Italien (8,4%) und
Deutschland (7,2%).
Die Eigenkapitalquote der österreichischen Sachgütererzeugung
beträgt rund 34% und ist damit um etwa 4 Prozentpunkte niedriger als
im Durchschnitt der europäischen Vergleichsländer. Für die kleinen
Unternehmen ist dieser Abstand am größten.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem WIFO-Monatsbericht
5/2007!
Rückfragehinweis:
Dr. Michael Peneder oder Univ.-Prof. Dr. Michael Pfaffermayr,
Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung - WIFO
Tel. +43 1 798 26 01-480 bzw. 267 * Fax. +43 1 798 93 86
mailto:[email protected], [email protected]
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