Klagenfurt (SP-KTN) - Die Abschaffung der Studiengebühren sei einer der zentralen Punkte der von der SPÖ geplanten Bildungsreform, sagte heute, Freitag, die Kärntner SPÖ-Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl, NR Christine Muttonen, anlässlich des Beginns des Wintersemesters 2006/2007 an den Fachhochschulen und Universitäten in wenigen Tagen.
Die Studiengebühren seien eine große finanzielle Belastung für die StudentInnen, insbesondere dann, wenn diese keine Studienbeihilfe beziehen, so Muttonen, die sich im Hinblick darauf auch für eine verstärkte Studienbeihilfen-Förderung - etwa bei einem Magister-, bzw. Masterstudium nach Absolvierung eines Diplomsstudiums - ausspricht. Dass die bestmögliche Förderung und Unterstützung von StudentInnen von elementarer Bedeutung sei, habe die jüngste OECD-Studie, bei der Österreich mit seiner Akademikerquote fast das Schlusslicht bilde, wieder einmal deutlich vor Augen geführt, so die Kärntner Spitzenkandidatin.
Dass dem österreichischen Bildungssystem nach den besorgniserregenden Ergebnissen der PISA-Studie nun auch durch die OECD-Studie ein schlechtes Zeugnis ausgestellt werde, sei, so Muttonen, in erster Linie "das Resultat der verfehlten Bildungspolitik von Bildungsministerin Gehrer, die durch Reformverweigerung und brutale Kürzungen in Schulen und Universitäten gekennzeichnet ist". Es sei völlig unverständlich, dass das Bildungssystem in Österreich kaputt gespart werde, anstatt es zu optimieren, betonte Muttonen mit dem Hinweis darauf, dass der Reichtum eines Landes das Wissen der Menschen, die in diesem leben, sei.
Unter einer SPÖ-Regierung werde es nicht nur zu einer großen Schulreform, sondern auch zu einer hochschulpolitischen Wende kommen, verweist Muttonen auf das ambitionierte Programm der SPÖ im Bereich der Bildung. Einerseits müssten die Jugendlichen bereits an den Schulen auf ein Universitätsstudium vorbereitet werden, andererseits sei es auch unabdingbar, die Kapazitäten an den Universitäten auszubauen, so die Nationalratskandidatin über einige Punkte des SPÖ-Konzepts. "Eine Jede und ein Jeder der studieren will, soll einen Studienplatz erhalten", lautet die Devise von Muttonen, die für eine umgehende Finanzspritze der Universitäten plädiert.
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