OTS0022 / 19.08.2006 / 11:40 / Channel: Politik / Aussender: SPÖ Kärnten
Stichworte: Arbeitsmarkt / Frauen / Kärnten / Politik / SPÖ / WIrtschaft


ARA & CO: Kärntner SP-Frauenvorsitzende besorgt über Arbeitsmarktentwicklung

Utl.: Tranncher: Die Arbeitsmarktsituation wird besonders für Frauen in Kärnten immer dramatischer - Forderung an den Wirtschaftsreferenten, aktiv zu =


   Klagenfurt (SP-KTN) - Die jüngsten Kündigungswellen in Kärntner
bereiten der Frauenvorsitzenden der Kärntner SPÖ, Labg. Sieglinde
Trannacher, große Sorge. "Besonders Frauen sind von den jüngsten
Kündigungswellen massiv betroffen", so Trannacher. Arbeitslosigkeit
sei ein Schicksal, das vor allem Frauen mit ganzer Härte treffe,
betont die SP-Frauenvorsitzende am Samstag. Bezug nehmend auf die
jüngste Wirtschaftsentwicklung und jene Zahlen des AMS, die für die
letzten sechs Jahre einen stetigen Anstieg der Arbeitslosenzahlen in
Kärnten ausweisen. Im Zeitraum von Juli 2000 bis Juli 2006 sei die
Arbeitslosigkeit bei Frauen um mehr als 17 Prozent gestiegen, zeigte
sich Trannacher über die Entwicklung am Arbeitsmarkt mehr als besorgt
und forderte gleichzeitig den Wirtschaftsreferenten des Landes auf,
bei der Schaffung von Arbeitsplätzen aktiv zu werden. Es sei Zeit für
den Wirtschaftsreferenten seine "Tour der Feiern durch Kärnten zu
Wahlkampfzwecken" zu beenden und Rahmenbedingungen für Arbeitsplätze
zu schaffen, so Trannacher. "Hierbei kann sich Jörg Haider auch ein
Beispiel an LHStv. Gaby Schaunig nehmen, die mit ihrem Engagement und
den Bau von ständig neuen Pflegeheimen aktiv Arbeitsplätze,
insbesondere für Frauen, schaffe.
   Besonders drastisch sei die Situation der über 50-jährigen Frauen,
bei denen in den letzten sechs Jahren eine Zunahme der
Arbeitslosigkeit von über 38 Prozent verzeichnet werden musste, so
Trannacher über die Konsequenzen der angespannten Situation auf dem
heimischen Arbeitsmarkt.
   Frauen müsse der Einstieg und vor allem der Wiedereinstieg in das
Berufsleben erleichtert werden, sprach sich Trannacher für mehr
Maßnahmen und Aktivitäten in diesem Bereich aus. Dies bedeute jedoch
nicht, Frauen in ein Teilzeitbeschäftigungsverhältnis zu drängen,
äußerte die Frauenvorsitzende auch ihre Sorge über die starke Zunahme
bei der Teilzeitbeschäftigung. Die Alarmglocken, die schon die
längste Zeit läuten, dürften nicht länger überhört werden, forderte
Trannacher abschließend eine aktive und engagierte
Arbeitsmarktpolitik und parteiübergreifende Aktivitäten  ein.
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