OTS0252 / 13.12.2005 / 16:07 / Channel: Politik / Aussender: SPÖ-Parlamentsklub
Stichworte: Krainer / Reach / SPÖ / Umwelt


Krainer kritisiert "Amputation" von EU-Chemikalienverordnung

Utl.: Von REACH blieb nur RECH über =


   Wien (SK) - "Wie zu befürchten war, ist die
EU-Chemikalienverordnung REACH nicht nur verwässert, sondern sogar
amputiert worden", stellte SPÖ-Umweltsprecher Kai Jan Krainer zur
heutigen Einigung beim EU-Sonderministerrat fest. Der
SPÖ-Umweltsprecher bezog sich dabei auf den Umstand, dass die vom
Europaparlament geforderte einheitliche Fünf-Jahres-Frist für die
Zulassung gefährlicher Chemikalien im heutigen Kompromiss nicht
vorgesehen ist. "Wieder einmal hat sich die Industrielobby
durchgesetzt. Dass Wirtschaftsminister Bartenstein dies begrüßt, ist
ja noch nachvollziehbar, aber die Freude von Umweltminister Pröll ist
für mich völlig unverständlich", so Krainer am Dienstag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. ****
    Bei REACH gehe es vor allem darum, so Krainer, die Balance
zwischen Umwelt-, Gesundheits- und Wirtschaftsinteressen zu wahren.
"Was sich jetzt aber abzeichnet, ist, dass lediglich die Wirtschaft
von der Änderung der Richtlinie profitieren wird und die Gesundheit
der Menschen und der Schutz der Umwelt auf der Strecke bleiben",
hielt der SPÖ-Umweltsprecher fest. Die geplante Richtlinie werde
somit ad absurdum geführt. "Denn was nun übrig geblieben ist, ist nur
mehr eine RECH-Richtlinie", stellte Krainer abschließend fest.
(Schluss) ps
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   Tel.: 01/53427-275
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