• 25.05.2012, 10:22:06
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Medizinische Simulationspuppen: Verbesserungspotenzial in der Atemwegsanatomie festgestellt - BILD

Medizinische Simulationspuppen: Verbesserungspotenzial in der Atemwegsanatomie festgestellt

Wien (OTS) - Ein Forscherteam der Universitätsklinik für
Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie der MedUni
Wien hat in einer aktuellen Studie bei den medizinischen
Simulationspuppen ein deutliches Verbesserungspotenzial in der
Atemwegsanatomie festgestellt. Nur sechs von 19 wichtigen Parametern
stimmten im Vergleich zwischen Puppe und Mensch überein. "Daher
fordern wir künftig eine bessere Simulation mit noch realistischeren
Puppen", sagt Studienleiter Karl Schebesta vom Simulationszentrum der
MedUni Wien.

"Menschliche" Simulationspuppen werden dafür eingesetzt, das
Atemwegsmanagement und die möglichen nötigen Interventionsmaßnahmen
wie Intubation oder den Einsatz der Larynxmaske zum Offenhalten der
Atemwege zu üben. "Wir haben festgestellt, dass unerfahrenere
MedizinerInnen an den Puppen gut zurecht kamen, erfahrene Mediziner
aber weniger", so Schebesta.

Die Ursache dafür wurde in der jetzt im Top-Fachmagazin
Anesthesiology publizierten Studie aufgezeigt: Bei sechs
verschiedenen Simulatoren und 20 Personen wurde die Atemwegsanatomie
mittels Computer-Tomographie (CT) untersucht. Das Ergebnis: "Die
Puppen sind nicht realistisch genug. Selbst die teuerste Puppe wies
nur sechs Übereinstimmungen auf. Viele Voumina und Abstände passen
gar nicht."

Simulationspuppen bei Herz-Lungen-Wiederbelebung nahezu perfekt
Da die Bedeutung der Simulation in der Medizin außer Frage steht,
fordern die MedUni Wien-ForscherInnen "verbesserte Puppen, die der
Realität wirklich entsprechen". Bis dahin müsse man die Simulation in
ihrem jeweiligen Trainingsfeld kritisch hinterfragen, meint Klaus
Markstaller, Leiter der klinischen Abteilung für Allgemeine
Anästhesie und Intensivmedizin der MedUni Wien. So sei die Simulation
für das Atemwegsmanagement nicht optimal, aber bei der Simulation der
Herz-Lungen-Wiederbelebung "nahezu perfekt".

Zudem könne man Vergleichsstudien, die am Simulator gemacht werden,
nicht 1:1 auf den Menschen umlegen - das gelte natürlich auch für
Studien aus der Vergangenheit.

Service: Anesthesiology

"Airway Anatomy of High-fidelity Human Patient Simulators and Airway
Trainers." K. Schebesta, M. Hüpfl, B. Rössler, H. Ringl, M. Müller,
O. Kirnberger. Anesthesiology 2012; 116:1-1.

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Rückfragehinweis:

Medizinische Universität Wien
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