• 22.04.2011, 12:30:12
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Einfach Leben retten: Massenreanimation und Feier erfolgreich Wiederbelebter in Wien - BILD

Erste Hilfe sollte in jeder Schule unterrichtet werden

Wien (OTS) - Herzstillstand! Und dann? Leben! Die Wiener
Universitätsklinik für Notfallmedizin der Medizinischen Universität
Wien verdeutlicht am Donnerstag, 28. April 2011 mit zwei
Großveranstaltungen, wie viele Menschenleben sich durch einfach
lebensrettende Sofortmaßnahmen retten lassen: Am Abend feiern im
Wiener Rathaus zahlreiche Gerettete mit ihren Ersthelfern den zweiten
Geburtstag. Bereits am Vormittag zeigen am Stephansplatz hunderte
Kinder, wie einfach Leben retten ist.

"Staying Alive Revival - The Survivors Party" im Wiener Rathaus
Ein Herzstillstand ist kein Todesurteil, allerdings nur dann wenn
rasch und noch bevor die Rettung eintrifft Erste Hilfe geleistet
wird. Diesen Umstand ruft die Informationsveranstaltung "Staying
Alive Revival - The Survivors Party" ins Bewusstsein. Im Festsaal des
Wiener Rathauses feiern am 28. April 2011 ab 18.00 Uhr zahlreiche
Gerettete, dass ihnen Ersthelfer durch ihr beherztes Einschreiten ein
zweites Leben geschenkt haben. Bis zu 1.000 Gäste werden erwartet,
darunter namhafte Vertreter aus dem öffentlichen Leben.

Unterweisung in lebenrettenden Sofortmaßnahmen gehört fix in jede
Schule: Aus Kindern werden Lebensretter

Aus Angst etwas falsch zu machen, würden nur 23 Prozent der
ÖsterreicherInnen "auf jeden Fall" Erste Hilfe leisten. Durch einen
verpflichtenden Erste Hilfe-Unterricht in allen österreichischen
Pflichtschulen ließe sich dieser Prozentsatz erheblich steigern, wie
Studien aus anderen Ländern zeigen. Das würde die Überlebenschancen
vieler Menschen mit einem Herz-Kreislauf-Stillstand wesentlich
verbessern.

Aus diesem Grund hat Fritz Sterz, stellvertretender Leiter der
Universitätsklinik für Notfallmedizin der Medizinischen Universität
Wien vor zehn Jahren "Leben retten" gegründet: "Wir setzen uns mit
diesem Projekt dafür ein, dass lebensrettende Sofortmaßnahmen in den
Lehrplan aller österreichischen Pflichtschulen aufgenommen wird. Denn
Kinder sind bei der Lebensrettung unbelasteter als Erwachsene.
Außerdem sinkt die Hemmschwelle, Erste Hilfe zu leisten, durch den
frühen Kontakt mit dem Thema erheblich."

Massenreanimation am Stephansplatz

Wie wichtig ein fest im Lehrplan verankerter Unterricht in
lebensrettenden Sofortmaßnahmen wäre, rückt am Donnerstag, 28. April
2011 ein "Flashmob" ins Licht der Öffentlichkeit. Um 11.30 Uhr werden
hunderte Kinder auf dem Stephansplatz eine mitgebrachte Puppe oder
ein Stofftier reanimieren und damit zeigen: Erste Hilfe ist so
einfach, wie einen Teddybären zu streicheln.

Hintergrund: Weshalb Erste Hilfe bei Herzstillstand Leben rettet

Alleine in Wien erleiden jährlich etwa 3.500 Menschen einen
plötzlichen Herzstillstand. Nur etwas mehr als 200 dieser Personen
erreichen rechtzeitig ein Spital. Grundsätzlich sind die
Überlebenschancen umso höher, je früher Maßnahmen ergriffen werden.
Da bis zum Eintreffen einer professionellen Rettungsmannschaft oft
zehn Minuten vergehen, ist Erste Hilfe durch zufällig anwesende Laien
eine der wichtigsten Maßnahmen, um das Überleben zu sichern.

Einfache Sofortmaßnahmen retten Leben: Das richtige Verhalten im
Notfall

Bei einem Notfall sollte der Lebensretter sofort die Rettung
verständigen, entweder unter der Notrufnummer 144 oder durch einen
Anruf beim EuroNotruf unter der Telefonnummer 112. Insbesondere bei
Unfällen muss zuvor die Gefahrenzone abgesichert bzw. das Opfer
geborgen werden. Die weiteren Sofortmaßnahmen hängen von der
jeweiligen Situation ab:

- Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand retten sofortige
Herzdruckmassage und Beatmung viele Leben. Ist ein Defibrillator
verfügbar, sollte selbstverständlich dieser zur Reanimation
verwendet werden.
- Im Falle von Bewusstlosigkeit ist der Betroffene in stabile
Seitenlagerung zu bringen und seine Atemtätigkeit und der
Kreislauf (durch Puls fühlen) zu prüfen.
- Eine starke Blutung lässt sich am besten mit einem sauberen Tuch,
einem Taschentuch oder auch einem Kleidungsstück stillen.
- Selbst wenn keine Verletzung sichtbar ist, ein Schock ist häufig!

Um die gefährlichen Folgen eines Schocks zu bekämpfen, helfen
Rückenlage mit Hochlagerung der Beine, das Öffnen beengender
Kleidung, das Zudecken des Verletzten, guter Zuspruch und Beruhigung
sowie eine ausreichende Frischluftzufuhr.

Medizinische Universität Wien - Kurzprofil

Die Medizinische Universität Wien (kurz: MedUni Wien) ist eine der
traditionsreichsten medizinischen Ausbildungs- und Forschungsstätten
Europas. Mit fast 7.500 Studierenden ist sie heute die größte
medizinische Ausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum. Mit ihren
31 Universitätskliniken, 12 medizintheoretischen Zentren und 30
hochspezialisierten Laboratorien zählt sie auch zu den bedeutendsten
Spitzenforschungsinstitutionen Europas im biomedizinischen Bereich.
Für die klinische Forschung stehen über 48.000m2 Forschungsfläche zur
Verfügung.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Mag. Johannes Angerer
   Öffentlichkeitsarbeit & Sponsoring
   Medizinische Universität Wien
   Tel.: 01/ 40 160 11 501
   Mobil: 0664 800 16 11501
   E-Mail: [email protected]
   Spitalgasse 23, A - 1090 Wien
   www.meduniwien.ac.at
   
   Ing. Klaus Dietl
   Öffentlichkeitsarbeit & Sponsoring 
   Tel.: 01/ 40 160 11 503
   E-Mail: [email protected]
   Spitalgasse 23, A - 1090 Wien
   www.meduniwien.ac.at

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