- 04.05.2010, 11:27:36
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7. P-AIR PRESSCLUB: Asthma und Allergien: Wechselwirkungen werden unterschätzt - BILD

Wien (OTS) - Am 4. Mai 2010 ist Welt Asthma-Tag. In Österreich
leiden rund 12 Prozent der Bevölkerung an Asthma, bei Kindern stellt
Asthma mittlerweile die häufigste chronische Erkrankung dar. Mehr als
80 Prozent der Patienten mit allergischem Asthma leiden auch an einer
allergischen Rhinitis, Tendenz steigend. Umgekehrt entwickeln etwa 30
bis 40 Prozent der Patienten mit Allergien chronische
Atemwegserkrankungen wie Asthma. Dieser "Etagenwechsel" kann durch
adäquate Therapie verhindert werden +++
Allergien haben sich in den letzten Jahren zu Volkskrankheiten
entwickelt, beinahe jeder fünfte Österreicher leidet heute an einer
allergischen Erkrankung. Zu den häufigsten Allergieauslösern zählen
Blüten- und Gräserpollen, Hausstaubmilben und Tierhaare. Diese an und
für sich harmlosen Substanzen lösen im Organismus eines Allergikers
Abwehrreaktionen aus. Lästige Symptome wie tränende und juckende
Augen, Niesreiz, aber auch Abgeschlagenheit und Schlafstörungen
belasten die Betroffenen derzeit massiv und schränken sie im Alltag
ein.
"Viele Patienten nehmen allergische Reaktionen leider nach wie vor
nicht ernst und suchen oft erst mit ausgeprägten Symptomen und bei
starkem Leidensdruck einen Arzt auf. Eine exakte ausführliche
Diagnose der Allergie, bestehend aus gründlicher Anamnese,
Prick-/Hauttest und Blutuntersuchung, ermöglicht eine optimales
Management. Je früher eine Allergie diagnostiziert und adäquat
behandelt wird, desto höher die Chance, einer Asthmaentwicklung
vorzubeugen", schildert Dr. Waltraud Emminger, Ärztliche Leiterin des
Allergie-Ambulatoriums Rennweg.
Heuer Belastung durch Hasel und Birke besonders stark
Die saisonale Belastung durch Gräser- und Blütenpollen ist nicht
jedes Jahr gleich stark. Die heurige Saison setzte aufgrund des
relativ langen Winters etwas verspätet ein. Die Belastung durch
Frühblüher wie der Hasel lag im März über dem langjährigen
Durchschnitt. Der Birkenpollenflug mit Höhepunkt im April fiel heuer
im Osten und Süden besonders stark aus. Spätestens in der zweiten
Maiwoche wird auch der Gräserpollenflug einsetzen, wobei der Roggen
die meisten Beschwerden verursacht. Ende Juni kann auch die
Entwicklung der Spätblüher Ragweed und Beifuß abgeschätzt werden.
Konsequente Allergenkarenz wäre zwar eine wichtige Maßnahme um
Beschwerden zu verhindern, ist aber angesichts der Tatsache, dass
Pollen bis zu 3000 Kilometer "gestreut" werden können, praktisch
unmöglich. Entsprechend können Allergiker auch auf Pollen reagieren,
die nicht aus der unmittelbaren Nähe stammen.
Allergien unterdiagnostiziert und zu wenig therapiert
Dass sich aus oft harmlos anmutenden, schnupfenähnlichen
Beschwerden chronische Erkrankungen der Atemwegserkrankungen
entwickeln können, ist vielen betroffenen Allergikern nicht bewusst.
Auch in der Medizin wurden die oberen und unteren Atemwege lange Zeit
getrennt voneinander therapiert. "Während früher dem Zusammenhang
zwischen Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege wenig Beachtung
geschenkt wurde, wird dieses Thema seit einigen Jahren intensiv
erforscht. So hat sich in epidemiologischen Studien gezeigt, dass
einerseits fast alle Patienten mit allergischem Asthma auch an einer
Rhinitis leiden, und dass es andererseits bei vielen Patienten mit
länger andauerndem ("persistierendem") allergischen Schnupfen häufig
zu einem so genannten Etagenwechsel kommt, also einer Ausbreitung der
allergischen Erkrankung auch auf die unteren Atemwege", erläutert ao.
Univ.-Prof. Dr. Verena Niederberger von der HNO-Klinik der
Medizinischen Universität Wien.
Konzept der "united airway disease"
Ein Zusammenhang zwischen allergischer Rhinitis und allergischem
Asthma besteht auch in pathophysiologischer Hinsicht, deshalb wurde
der Begriff der "united airway disease" geprägt. "Einerseits ähneln
sich die Schleimhäute der oberen und unteren Luftwege in ihrem
morphologischen Aufbau, andererseits werden das allergische Asthma
und der allergische Schnupfen auch durch dieselben Antikörper,
Mediatoren und Zellen verursacht. Bei der Behandlung von allergischen
Atemwegserkrankungen sollte deshalb eine kombinierte Behandlung der
Nasen- und der Lungensymptome erfolgen", so Niederberger weiter.
Flächendeckendes "Asthmascreening" wünschenswert
Bei rund 30 bis 40 Prozent der Patienten weitet sich die
allergische Erkrankung auf die unteren Atemwege aus und führt zu
Asthma bronchiale, allerdings werden die entsprechenden
Asthma-Symptome oft längere Zeit nicht als solche erkannt.
Allergiker, die zusätzlich zu den Symptomen ihrer allergischen
Rhinitis Husten, Atembeschwerden, pfeifende Geräusche beim Luftholen
beobachten oder Druck auf der Lunge verspüren, sollten daher dringend
im Hinblick auf Asthma untersucht werden. Aus Sicht der Ärzteschaft
wäre ein breit angelegtes "Asthmascreening" bei Allergiepatienten
also wünschenswert.
"Beim Lungenfacharzt ist der Lungenfunktionstest (Spirometrie) die
Untersuchung der Wahl. Das Ergebnis gibt Auskunft darüber, ob eine
Verengung der Bronchien durch Asthma vorliegt. Bei unklaren
Untersuchungsergebnissen können zusätzlich einfache Provokationstests
rasche weitere Klärung ermöglichen. Basierend auf den Ergebnissen
wird eine weiterführende Therapie eingeleitet", schildert Prim.
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Popp, Leiter der 11. Medizinischen Abteilung
mit Lungenkrankheiten und Langzeitbeatmungszentrum im
Geriatriezentrum Am Wienerwald.
Aufklärung und Information über und zu den Erkrankungen Asthma
bronchiale und Allergien ist sehr wichtig und soll Patienten dazu
ermutigen, rechtzeitig Präventions- und Therapiemaßnahmen zu setzen.
Nur so kann eine Verschlechterung der Beschwerden und eine damit
einhergehende Beeinträchtigung der Lebensqualität verhindert werden.
Über P-AIR:
P-AIR ist eine mehrmals pro Jahr stattfindende
Presseveranstaltung, die 2008 von AstraZeneca Österreich ins Leben
gerufen wurde. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, das Bewusstsein
für die mittlerweile zur Volkskrankheit avancierten Indikationen
Asthma und COPD zu steigern. Thematisiert und von renommierten
Experten beleuchtet werden verschiedene Aspekte, die mit den
Krankheitsbildern Asthma und COPD in Zusammenhang stehen. Das Thema
der aktuellen P-AIR Pressekonferenz lautet: "Asthma und Allergien:
Wechselwirkungen werden unterschätzt". Ziel der Veranstaltung soll
sein, auf den Zusammenhang zwischen allergischen Erkrankungen und
einer möglichen Entwicklung von Asthma bronchiale aufmerksam zu
machen.
Hinweis für Redaktionen:
Auf www.welldone.at finden Sie die Inhalte der Pressemappe
(Pressetext, Statements der Teilnehmer, Pressefotos) zum kostenfreien
Download.
Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=43&dir=201005&e=20100504_p&a=event
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Welldone Werbeagentur GmbH,
Mag. Sabine Sommer - Public Relations,
Lazarettgasse 19/OG 4, 1090 Wien,
Tel.: 01/402 13 41-12, E-Mail: [email protected]
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