- 21.09.2010, 11:14:45
- /
- OTS0113 OTW0113
Rasen statt rasen: Ring frei für mehr Lebensqualität!
Wien picknickt am Autofreien Tag auf dem "Rasen am Ring"
Wien (OTS) - Am morgigen europaweiten Autofreien Tag wird der
Burgring einmal mehr zu einer Naherholungszone. Zahlreiche
Organisationen verwandeln den Wiener Burgring am 22. September 2010
wieder in eine grüne Picknick-Wiese. Zwischen 14 und 18 Uhr werden
auf einer der Hauptverkehrsadern in Wien rund 500 Quadratmeter Rasen
ausgerollt und die sonst stark frequentierte Straße so auf kreative
und klimafreundliche Weise belebt.
"Der Verkehr zählt zu den schlimmsten Verursachern des
Klimawandels. Rund ein Viertel aller CO2-Emissionen stammen in
Österreich aus dem Verkehr", erklärt Greenpeace-Sprecher Niklas
Schinerl. "Der CO2-Ausstoß der Kraftfahrzeuge ist im städtischen
Bereich am höchsten, obwohl viele Fahrten gerade in der Stadt
eigentlich verzichtbar wären. Durch den intensiven Verkehr in den
Innenstädten und dem damit verbundenen Feinstaub kommt es darüber
hinaus zur Gesundheitsgefährdung der Stadtbewohner. Die
Stadtregierung muss sich entscheiden, ob sie ihren öffentlichen Raum
einer immer größer werdenden Blechlawine opfern oder doch den Mensch,
den Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung stellen will", fordert
Schinerl.
Die VeranstalterInnen verknüpfen mit dem Rasenteppich am Ring
gemeinsame Forderungen nach einer zukunftsweisenden Verkehrspolitik
für Wien. "In der Innenstadt gibt es mit dem guten Angebot an
Öffentlichen Verkehrsmitteln eine funktionierende Alternative zum
eigenen Auto. Hier müssen Anreize geschaffen werden, die den Umstieg
leichter machen. Gleichzeitig müssen die Bedingungen für Radfahrer
verbessert werden", fordern die OrganisatorInnen von "Rasen am Ring".
Wien liegt mit einem Anteil von rund fünf Prozent deutlich hinter
vergleichbaren Städten wie München zurück. In der Stadtplanung spielt
das Rad als Fahrzeug kaum eine Rolle. Die VeranstalterInnen fordern
weiters einen Wien-weiten Investitionsplan für das Radnetz und
ordnungspolitische Entscheidungen, die Autos aus der Innenstadt
zurückzudrängen, wie etwa die Sperre von Teilen des Rings,
Fahrteinschränkungen für die Innenstadt oder die Umwidmung von
Straßen zu Flächen, auf denen alle Verkehrsteilnehmer
gleichberechtigt sind.
Auch heuer wird es bunte Fest-Atmosphäre mit Musik, Spiel und Spaß
geben, an der sich alle PassantInnen kreativ beteiligen können. "Der
Autoverkehr in Wien muss auf ein sinnvolles Maß reduziert werden und
die öffentlichen Flächen müssen auch wieder den Menschen dieser Stadt
zur Verfügung stehen", betont Schinerl. "Alle reden nur davon, wir
tun es und zeigen, wie gut es sich anfühlt, wenn Raum nicht von Autos
sondern von den Menschen genutzt werden kann. Wir laden alle
WienerInnen und besonders auch die AutofahrerInnen ein, bei uns
vorbeizuschauen und sich selbst davon zu überzeugen", freut sich
Schinerl auf regen Zuspruch.
Die Organisationsplattform "Rasen am Ring" besteht aus IG-Fahrrad,
GLOBAL 2000, Greenpeace, der Fahrrad.Selbsthilfe im WUK, der
Bürgerinitiative "Rettet die Lobau", VIRUS, der Arge
Schöpfungsverant-wortung, der BikeKitchen und dem
LastenRadKollektiv..
"Wir nutzen den Autofreien Tag, um mit bunter Festatmosphäre vor
dem Burgtor ein Zeichen zu setzen. Die Autofahrer können dies tun,
indem sie sich Ärger ersparen und großräumig ausweichen oder noch
besser ihr Fahrzeug überhaupt stehenlassen und Öffis benutzen", so
das "Rasen am Ring"-Team abschließend.
Rasen statt rasen: Ring frei für mehr Lebensqualität!
Wien picknickt am Autofreien Tag auf dem "Rasen am Ring"
Datum: 22.9.2010, 14:00 - 18:00 Uhr
Ort: Ringstraße-Burgtor
1010 WienRückfragehinweis:
Niklas Schinerl, Klimasprecher Greenpeace, 0664 612 67 04
Melanie Beran, Pressesprecherin Greenpeace, 0664 612 67 18
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP






