- 15.09.2011, 15:17:52
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25 Jahre VÖSI & Impact-Analyse: Software- & IT-Sektor 2011 - Arbeitsmarkteffekte
Wien (OTS) -
- Software/IT-Branche schafft 420.000 Arbeitsplätze
- Platz 1 im Branchenvergleich der Kaufkrafteffekte
- VÖSI Forderungen an die Politik
Seit über 10 Jahren liegt nun wieder eine umfassende
wissenschaftlich fundierte Studie zur österreichischen Software- und
IT-Branche vor. Ein durchschnittliches österreichisches Unternehmen
im Bereich IT hat einen Personalaufwand von ca. EUR 199.000 und einen
Umsatz von etwa EUR 610.000. Es konsumiert dabei etwa EUR 340.000 an
Vorleistungen und tätigt Investitionen von knapp EUR 30.000.
Durchschnittlich sind rund 3,4 Personen (Vollzeitäquivalente) im
Unternehmen beschäftigt. Mit einem gesamten Personalaufwand von über
4,6 Mrd. EUR und mehr als 8 Mrd. EUR an konsumierten Vorleistungen
wird somit österreichweit ein Umsatz von über 14 Mrd. EUR erzielt.
Auf dem derzeitigen Aktivitätsniveau der Software- und
IT-Industrie in Österreich betragen die durchschnittlichen
(Produktions-) Multiplikatoren derzeit rund 1:4,2 für die
Arbeitsplätze (Effekt eines neuen Arbeitsplatzes in der Software- und
IT-Branche auf den gesamten Arbeitsmarkt) bzw. 1:3,1 für in
Vollzeitäquivalenten (ein Job in der Software- und IT-Branche bringt
gesamtwirtschaftlich 3,1 Vollzeitarbeitsplätze).
Der Software- und IT-Bereich schafft somit direkt insgesamt knapp
100.000 Jobs in Österreich (81.000 Vollzeitäquivalente). Durch
Vorleistungen kommen indirekt noch einmal rund 115.000 Arbeitsplätze
dazu (knapp 82.000 Vollzeitäquivalente). Darüber hinaus werden in
allen anderen Branchen in der Gesamtwirtschaft durch Kaufkrafteffekte
weitere mehr als 155.000 Jobs geschaffen (etwa 110.000
Vollzeitäquivalente). Da gerade im Software- und IT-Bereich
Freelancer quantitativ bedeutsamen sind, wurden die dadurch
geschaffenen Arbeitsplätze in der Gesamtberechnung separat behandelt.
Dadurch resultieren weitere mehr als 25.000 Jobs (etwa 18.000
Vollzeitäquivalente). In Summe ergeben sich daher gesamte
Beschäftigungseffekte von etwa 420.000 Arbeitsplätzen, entsprechend
310.000 Vollzeitäquivalenten.
Positiver Blick in die Zukunft
Trotz der derzeit noch labilen Wirtschaftslage geht aus der
Befragung der Unternehmen im Software- IT-Bereich deutlich hervor,
dass diesem Wirtschaftssektor nicht nur langfristig, sondern auch
kurzfristig ein überdurchschnittliches Wachstum vorausgesagt wird.
Auf einer Skala von -5 bis +5 wird die gesamtwirtschaftliche
Entwicklung mit +1,11 eingeschätzt, im Vergleich dazu jedoch die
Entwicklung des Softwaresektors mit +1,81, jene des IT-Sektors
insgesamt mit +1,77, die Unternehmensentwicklung sogar mit +1,86.
VÖSI Erwartungen an die Politik
Die Wahrnehmung der Branche als Chance in Anbetracht von 400.000
direkt bzw. indirekt Beschäftigten und ein breiter Dialog mit
zuständigen Gremien.
Der VÖSI plädiert für eine Software & IT Offensive:
- Jugend muss für IT & Software begeistert werden - Ausbildungsoffensive in Pflichtschulen - Praxisrelevante Hochschullehrgänge und Studien - Administrative/steuerliche Erleichterungen um Wertschöpfung im Land zu binden - Innovative Unternehmen und helle Köpfe im Land halten - Transformation von Industriegesellschaft zu einer hochqualifizierten Informatikgesellschaft - Leitbetriebe der öffentlichen Hand intensivieren Investitionen in Software & IT "Made in .at" - und vieles mehr
Für die Umsetzung dieses Wunschkataloges kann auf Seite der
Politik nur ein IT-kompetenter zentraler Ansprechpartner als
Koordinator fungieren.
VÖSI Erwartungen an die Wirtschaft
Die Erwartungen des VÖSI an die Wirtschaft umfasst einen breiter
Dialog mit den Interessensvertretungen wie Wirtschaftskammer,
Industriellenvereinigung, Universitäten/Fachhochschulen/BHS sowie die
Einbeziehung der Big Player. Ziel ist die Bündelung aller Interessen
für ein "Softwareland Österreich".
Angaben zur Studie
Die Studie wurde im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts
der UBIT Wien und des VÖSI durchgeführt und stellt ein Teilprojekt
der Gesamtstudie "Impact-Analyse: Der Software- und IT-Sektor in
Österreich 2011" dar. Im Rahmen einer empirischen Erhebung wurden
8.625 zufällig ausgewählte Unternehmen österreichweit elektronisch
befragt, wobei 378 gültige Fragebögen (Rücklaufquote 4,4%) erhalten
wurden.
Über den Verband Österreichischer Software Industrie (VÖSI)
Der Verband Österreichischer Software Industrie ist eine
Interessengemeinschaft der bedeutendsten österreichischen
IT-Unternehmen. 1986 gegründet, sind derzeit rund 35 große und
mittlere Software- und IT-Dienstleistungsunternehmen im VÖSI
organisiert. Ziel des VÖSI ist es, die österreichische
Softwareindustrie zu unterstützen und eine starke
Interessenvertretung für all jene zu sein, die in dieser
zukunftsträchtigen, bewegten Branche arbeiten. Dazu gehört neben
einer kontinuierlichen Öffentlichkeitsarbeit auch das Lobbying bei
Ämtern, Behörden und Politikern.
Rückfragehinweis:
Klaus Veselko Leiter VÖSI Arbeitskreis "PR" Tel.: 01/533 09 13 - 78 E-Mail: [email protected] Dr. Max Höfferer Generalsekretär Tel.: 01/533 09 13 - 78 E-Mail: [email protected]
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