• 15.07.2024, 09:59:24
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Ö1 zum 50. Todestag von Erich Kästner: „Lasst euch die Kindheit nicht austreiben!“

Wien (OTS) - Am 29. Juli jährt sich der Todestag von Erich Kästner
zum 50. Mal. Ö1 erinnert mit „Gedanken für den Tag“ (22.-27.7.) und
einem „Radiokolleg“ (29.7.-1.8.) an den Kinderbuchautor, Lyriker und
Romancier.

Michael Hammerschmid, Autor von Gedichten für Kinder und
Erwachsene, Prosa, Hörspielen und Essays zur Literatur, wirft in den
„Gedanken für den Tag“ einen sehr persönlichen Blick auf Leben und
Werk von Erich Kästner: „Lasst euch die Kindheit nicht austreiben!“
ist von Montag, den 22. bis Samstag, den 27. Juli jeweils um 6.57 Uhr
in Ö1 zu hören.

„Erich Kästner - Klassiker mit Pfiff“ lautet der Titel des
vierteiligen „Radiokolleg“ von Montag, den 29. Juli bis Donnerstag,
den 1. August jeweils ab 9.05 Uhr in Ö1. Am 29. Juli geht es um „Kind
kleiner Leute - Die Biographie Erich Kästners“. Weltberühmt ist er
vor allem für seine Kinderbücher. Aber Erich Kästner war auch ein
politisch wacher Romancier für Erwachsene und ein schwungvoller und
origineller Lyriker. Die Popularität seines Werks, in 59 Sprachen
übersetzt, ist bis heute ungebrochen. „Links, wo das Herz schlägt -
Kästner politisch“ ist Thema am 30. Juli. Kästner, Antifaschist und
Antimilitarist, hat sich Zeit seines Lebens als demokratischer
Sozialist verstanden. In den Jahren der Weimarer Republik hat er nach
eigener Auskunft sozialdemokratisch gewählt. 1932 trat er zusammen
mit Heinrich Mann und Albert Einstein für ein Zusammengehen von SPD
und KPD ein, um die Machtergreifung der Nazis zu verhindern -
vergeblich. In den 1950er und 60er-Jahren engagierte sich der
Schriftsteller gegen die deutsche Wiederbewaffnung und den
Vietnamkrieg. „Der Kinderbuchklassiker“ steht am 31. Juli im
Mittelpunkt. Zusammen mit Astrid Lindgren, Otfried Preußler und
Michael Ende zählt Erich Kästner zu den Kinderbuchklassikern des 20.
Jahrhunderts, und das im internationalen Maßstab. Mit „Emil und die
Detektive“ gelang dem Friseurinnensohn aus Dresden 1929 ein
Sensationserfolg. Es folgten weitere Best- und Longseller wie
„Pünktchen und Anton“, „Das fliegende Klassenzimmer“ und „Das
doppelte Lottchen“, die bis heute ein begeistertes Publikum finden,
nicht nur unter jungen Menschen. Um „Kästner als Lyriker und
Romancier“ geht es am 1. August. Romane wie „Fabian“ und vor allem
„Drei Männer im Schnee“ galten und gelten vielen Germanist:innen als
zu eingängig, um ernst genommen werden zu können. Das ändert sich in
jüngster Zeit. Vor allem „Fabian“ - 2013 unter dem Titel „Der Gang
vor die Hunde“ erstmals in ungekürzter Originalfassung erschienen -
gilt inzwischen als einer der „größten Großstadtromane der Weimarer
Republik“ (FAZ). Das Publikum hat die Vorbehalte der
Literaturwissenschaft gegen Kästners Erzählkunst nie geteilt. Davon
kündet auch die große Zahl an Kästner-Verfilmungen. Als Klassiker der
Weimarer Moderne gilt Erich Kästner aber schon seit längerem auf dem
Feld der Lyrik. Gedichte wie „Der Handstand auf der Loreley“ oder
„Sachliche Romanze“ werden zum Kanon deutscher Dichtkunst gerechnet.
Das Programm von Ö1 im Detail ist abrufbar unter https://oe1.orf.at/.

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