- 24.03.2020, 11:23:49
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ÖAMTC-Flugrettung: 345 Einsätze in der vergangenen Woche (+ Foto)
Mehr Haushaltsunfälle, weniger Notfälle in den Bergen
Utl.: Mehr Haushaltsunfälle, weniger Notfälle in den Bergen =
Wien (OTS) - Auch in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und einem auf
ein Minimum heruntergefahrenen öffentlichen Leben kommt es zu
medizinischen Notfällen. "Daher sind alle unsere 16
Notarzthubschrauber in Vollbetrieb", sagt Reinhard Kraxner,
Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. Obwohl das Einsatzgeschehen in
Summe ein wenig zurückgegangen ist, starteten die gelben Helikopter
seit 14. März immerhin zu 345 Einsätzen, 40 davon in den
Quarantänegebieten. "Diese Zahl zeigt deutlich, dass ein
funktionierendes Flugrettungssystem auch in Ausnahmezeiten eine
wesentliche Säule der medizinischen Notfallversorgung in Österreich
ist", stellt Kraxner fest.
Eine Analyse der Zahlen zeigt, dass vor allem neurologische und
internistische Notfälle (175 Einsätze) das Einsatzgeschehen in der
vergangenen Woche dominiert haben. Einsätze nach Sport- &
Freizeitunfällen (10), Verkehrsunfällen (13) sowie Notfällen in den
Bergen (21) sind hingegen im Augenblick eher selten. Dafür kommt es
vermehrt zu Unfällen im Haushalt (33). In 39 Fällen kam es zu
Verlegungsflügen zwischen zwei Krankenhäusern und auch 15
Nachteinsätze wurden von den Christophorus-Crews geflogen. Als
einsatzstärkstes Bundesland weist die Statistik Niederösterreich mit
93 Flugrettungseinsätzen aus, gefolgt von Oberösterreich (63
Einsätze), der Steiermark (48), Tirol (40) und Kärnten (29).
"Bei jedem Einsatz steht natürlich der Schutz der Mannschaft an
oberster Stelle", unterstreicht der Geschäftsführer der
ÖAMTC-Flugrettung, der selbst dieser Tage am Christophorus 2 Dienst
hat. "Für Einsätze in Quarantänegebieten oder bei Verdachtsfällen ist
die Crew mit Einweghandschuhen, Atemschutzmasken und Schutzanzügen
ausgerüstet. Auch wenn man versucht Abstand zu halten, geht es
natürlich immer darum, den Patienten bestmöglich zu helfen."
Eine medizinische Notfallversorgung funktioniert nur, wenn alle am
gleichen Strang ziehen. "Gerade die vergangenen Tage haben deutlich
gezeigt, dass Lebensrettung Teamarbeit ist", unterstreicht Kraxner.
"Ganz gleich, ob im bodengebundenen Rettungsdienst, in den
Leitstellen oder in den Krankenhäusern – alle leisten mit dem Ziel,
Menschen zu helfen, hervorragende Arbeit."
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