- 06.04.2017, 13:16:38
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Staatssekretärin Duzdar: Roma-Strategie 2020 wird um Schwerpunkte Frauen und Jugend erweitert
Inklusion der Roma in Gesellschaft ist vorrangiges Ziel
Utl.: Inklusion der Roma in Gesellschaft ist vorrangiges Ziel =
Wien (OTS) - Anlässlich des Internationalen Roma-Tages am 8. April
präsentierte Staatssekretärin Muna Duzdar gemeinsam mit Susanne
Pfanner, Leiterin der Nationalen Roma-Kontaktstelle im
Bundeskanzleramt, Emmerich Gärtner-Horvath, dem Vorsitzenden des
Volksgruppenbeirates der Roma, und Irina Spataru vom Romano Centro
Bilanz und Ausblick für die Roma-Strategie 2020 in Österreich.
Im Jahr 2011 wurde vom Europäischen Rat der EU-Rahmen für nationale
Strategien zur Integration der Roma bis zum Jahr 2020 verabschiedet.
In Österreich wurde 2012 dafür eine nationale Kontaktstelle im
Bundeskanzleramt eingerichtet. Die Vernetzung zwischen der
Roma-Zivilgesellschaft und der nationalen Kontaktstelle erfolgt über
eine Dialogplattform, die den regelmäßigen Austausch forciert. Im
Herbst des vergangenen Jahres bestand auch die Möglichkeit das
Roma-Strategiepapier im Rahmen einer Online-Dialogplattform zu
bewerten.
„Österreich spielt bei der Roma-Strategie in Europa eine
Vorreiterrolle. Von Seiten der EU-Kommission wird immer wieder dazu
aufgerufen, dem österreichischen Beispiel des intensiven Dialoges zu
folgen“, erläuterte Staatssekretärin Muna Duzdar. Mit 12 Millionen
Menschen stellen die Roma die größte ethnische Minderheit in Europa
dar. Sie sind immer noch von Ausgrenzung, Diskriminierung und Armut
betroffen. Als eine Gegenmaßnahme werden in Österreich etwa Projekte
im Bereich Arbeitsmarkt im Ausmaß von jährlich einer Million Euro –
kofinanziert durch die EU - gefördert. „Unsere Schwerpunktsetzung
Bildung, Arbeitsmarkt und Kampf gegen Diskriminierung wurde auch
durch die Online-Umfrage weitestgehend bestätigt. Zudem wurden aber
Nachholbedarf insbesondere beim Thema Frauen-Empowerment und Jugend
deutlich“, so Duzdar. Die überarbeitete Roma-Strategie soll noch in
der ersten Jahreshälfte den Ministerrat passieren.
Thema müsse ebenso die Bewusstseinsarbeit gegen wachsenden
Antiziganimus sein, unterstrichen Emmerich Gärtner-Horvath und Irina
Sparatu. Deutlich zeige sich auch Bedarf bei aus anderen EU-Staaten
zugewanderten Roma, die die Zahl der autochtonen Roma in Österreich
deutlich übersteige. Die EU müsse Länder wie Ungarn, die Slowakei
oder Rumänien viel deutlicher zur Integration der Roma auffordern.
Ein wichtiges Anliegen der Roma-Vertreter war es auch, eine
intensivere Gedenkkultur in Österreich zu bewirken. Immerhin seien in
der Zeit des Nationalsozialismus rund 90 Prozent der Roma ermordet
worden.
Fotos vom Pressegespräch sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes http://fotoservice.bundeskanzleramt.at
kostenfrei abrufbar.
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