- 06.04.2017, 11:11:20
- /
- OTS0085
Androsch/Hutter: Stärkung der psychischen Gesundheit ins Bewusstsein rücken
Rund zehn Prozent der NÖ Bevölkerung leiden an Depressionen
Utl.: Rund zehn Prozent der NÖ Bevölkerung leiden an Depressionen =
St. Pölten (OTS) - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellte
heuer die Depression als Schlüsselthema ins Zentrum des morgigen
Weltgesundheitstages. Denn immer mehr Menschen leiden an psychischen
Erkrankungen. Mentale Leiden zählen somit zu den
gesundheitspolitischen Herausforderungen der heutigen Zeit. Auch in
Niederösterreich ist eine kontinuierliche Zunahme psychischer
Erkrankungen seit Jahren zu beobachten. „Etwa zehn Prozent der
Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher leiden mittlerweile an
Depressionen. Zwar wurde in den letzten Jahren in diesem Zusammenhang
viel unternommen, dennoch sind nach wie vor Tendenzen zu erkennen,
die eine weitere Zunahme von mentalen Erkrankungen erwarten lassen“,
hält NÖ Gesundheitslandesrat Ing. Maurice Androsch fest.
Seit Jahren wächst die Zahl der Menschen deutlich, die aufgrund
psychischer Probleme medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, genauso
wie der Medikamentenverbrauch und die Arbeitsunfähigkeitstage in
Verbindung mit mentalen Erkrankungen. Die durchschnittliche
Krankenstandsdauer bei Depressionen lag in Niederösterreich 2016 bei
53,99 Tagen und damit weit über dem Durchschnitt aller Erkrankungen
von 12,34 Tagen. „Die Stärkung der psychischen Gesundheit zählt
aktuell zu den Kernaufgaben der Gesundheitspolitik. Neben der
Entstigmatisierung des Krankheitsbildes und dem Ausbau der
Behandlungsmöglichkeiten sind aber vor allem die Ursachen, wie z.B.
steigende Leistungserwartungen und zunehmend prekäre Dienst- und
Einkommensverhältnisse, im Auge zu behalten und über die Gefahren
aufzuklären“, meint Androsch.
Allein fast 135.000 bei der NÖ Gebietskrankenkasse versicherte
Patientinnen und Patienten wurden 2016 gegen Depressionen behandelt.
Obmann KR Gerhard Hutter von der NÖGKK weist darauf hin, dass
Niederösterreich äußerst aktiv und gerade bei der psychischen
Gesundheit Vorreiter in Österreich sei: „Wir haben ein großes Paket
geschnürt. Die Versorgungsqualität im Bereich der Psychotherapie war
in Niederösterreich noch nie so gut wie heute. Wir waren die erste
Gebietskrankenkasse, die einen Vertrag mit Fachärzten für Kinder- und
Jugendpsychiatrie abgeschlossen hat. Ein erfolgreiches
niederösterreichisches Vorzeigeprojekt ist das Autismuszentrum
Sonnenschein in St. Pölten. Mit der kostenlosen Therapie von an
Autismus erkrankten Kindern ist es die einzige derartige Einrichtung
in Österreich, die Krankenkassen und Land gemeinsam finanzieren.
Zudem haben wir unsere Bemühungen im Bereich der Prävention
psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren deutlich verstärkt.“
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSN