- 05.04.2017, 14:28:01
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Jüdisches Museum Wien eröffnet „Trude & Elvis. Wien – Memphis – Hollywood“
Wien (OTS/RK) - In Anwesenheit zahlreicher Gäste wurde gestern im
Jüdischen Museum Wien, einem Museum der Wien Holding, die Ausstellung
„Trude & Elvis. Wien – Memphis – Hollywood“ von Peter Hanke,
Geschäftsführer der Wien Holding, eröffnet.
Direktorin Danielle Spera hob die außergewöhnliche Persönlichkeit
von Trude Forsher hervor, die sich im männlich dominierten
Hollywood-Showbiz der 1950er als Frau durchzusetzen wusste. In einer
Doppelconference mit Kurator Marcus Patka erklärte Danielle Spera:
„Wir erzählen die Geschichte von Trude Forsher, eine Geschichte der
Migration und die einer starken Frau.“ Ausdrücklich dankte sie dem
Sohn von Trude Forsher, James, für die Möglichkeit, die einzigartige
Sammlung von Erinnerungstücken an Elvis Presley zeigen zu können.
James Forsher erinnerte an seine Mutter und erzählte von ihrem
Nachlass, der 2.500 Aktenordner aus der Zeit mit Elvis Presley
umfasst.
Ron Glaser sang die Elvis-Hits „All Shook up“ und „Wooden Heart“,
im deutschen auch bekannt als „Muss I denn zum Städtele hinaus“. Der
Entertainer animierte die Eröffnungsgäste zum Mitsingen und rundete
den Abend mit einer Zugabe des Klassikers „Devil in Disguise“ ab.
Gäste wie Christine Moser, Leiterin des österreichischen
Kulturforums in New York, Erika Freeman, Psychoanalytikerin der Stars
aus New York, Helene von Damm, Friedrich Orter, Hans Menasse und
Sänger Dennis Jale zeigten sich beeindruckt von der einzigartigen und
außergewöhnlichsten privaten Elvis-Sammlung.
Trude Forsher, eine starke und engagierte Frau
Trude Forsher wird in den 1950er Jahren Privatsekretärin von Elvis
Presley. 1920 war sie in einer Wiener jüdischen Familie zur Welt
gekommen, im August 1938 gelang ihr die Flucht aus Wien, auch ihre
Familie konnte sie retten. Über London gelangte sie nach New York,
von dort ging es weiter nach Hollywood, das sie faszinierte.
Entfernte Verwandte waren die ebenfalls aus Wien stammenden
Musikproduzenten Jean und Julian Aberbach. Bei deren Verlag Hill and
Range Songs waren etliche Elvis-Komponisten unter Vertrag. So erhielt
Trude den Job, um den sie viele Teenager beneideten: Sie gehörte zum
innersten Kreis um Elvis Presley und arbeitete in Hollywood für ihn
und seinen Manager Colonel Tom Parker. Auch einige von Elvis engsten
Freunden waren Juden, was für einen Protestanten aus dem Süden der
USA in der damaligen Zeit nicht selbstverständlich war. In der Zeit
nach Elvis gründete Trude Forsher zusammen mit Adolph Zukor II., dem
Enkel des legendären Filmmoguls, eine eigen TV-Produktionsfirma. Nach
ihrer Pensionierung engagierte sie sich sozialpolitisch für
geschieden Mütter, wofür sie mehrfach ausgezeichnet wurde. Trude
Forshers Sohn James stellt dem Jüdischen Museum Wien ihren Nachlass
aus der frühen Glanzzeit des US-Showbiz zur Verfügung.
„Trude & Elvis. Wien – Memphis - Hollywood“ ist von 5. April 2017
bis 12. November 2017 im Extrazimmer des Museum Dorotheergasse, einem
Museum der Wien Holding zu sehen. Zu der von Marcus Patka kuratierten
und von Bernhard Denkinger gestalteten Ausstellung erscheint auch ein
zweisprachiger Katalog zum Preis von 14,90 € im Eigenverlag des
Museums, der im Bookshop Singer erhältlich ist. Das Museum
Dorotheergasse - Palais Eskeles, 1010 Wien, Dorotheergasse 11, ist
von Sonntag bis Freitag 10 bis 18 Uhr geöffnet. Am zweiten Standort,
im Museum Judenplatz, Judenplatz 8, 1010 Wien, ist von Sonntag bis
Donnerstag von 10 bis 18 Uhr, Fr 10 bis 14 Uhr (Winterzeit) bzw. 17
Uhr (Sommerzeit) geöffnet.
Weitere Informationen unter www.jmw.at oder unter [email protected].
Foto- und Pressematerial zu den aktuellen Ausstellungen finden Sie
auf der Homepage des Jüdischen Museums Wien unter
www.jmw.at/de/presse
(Schluss)
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