- 02.03.2017, 13:20:39
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Rauch: Neue Mountainbike-Wege partnerschaftlich erschließen
ÖVP-Sportsprecher für bedarfsorientierte Ausweitung des Streckennetzes, aber gegen generelle Öffnung von Forststraßen
Utl.: ÖVP-Sportsprecher für bedarfsorientierte Ausweitung des
Streckennetzes, aber gegen generelle Öffnung von Forststraßen =
Wien (OTS) - „Mountainbiking ist ein fixer Bestandteil des heimischen
Sport- und Freizeitangebots und erfreut sich auch bei Touristen
großer Beliebtheit. Die ÖVP befürwortet daher einen Ausbau des dafür
ausgewiesenen Wegenetzes – dort, wo der Bedarf besteht und in
partnerschaftlicher Form mit den Eigentümern und anderen
Waldnutzern“, erklärt ÖVP-Sportsprecher Abg. Mag. Hannes Rauch zur
heute einmal mehr im Nationalrat diskutierten generellen Öffnung von
Forststraßen für Mountainbiker.
In partnerschaftlicher Form und auf vertraglicher Basis sei es in den
vergangenen Jahren gelungen, das Streckennetz laufend zu erweitern,
„und damit ohne Konflikte zwischen Radfahrern, Naturschützern und
Eigentümern“, wie der ÖVP-Abgeordnete betont. In den Bundesländern
seien mittlerweile eigene „Mountainbike-Plattformen“ aktiv, um
diesbezüglich Nachfrage und Angebot zusammen zu führen. Das
Zusammenwirken von Gemeinden, örtlichen Tourismusverbänden,
Radfahrern und Grundeigentümern bewirke oft auch über Radweg-Lösungen
hinaus viel Neues und Positives im touristischen Bereich.
„Eine gesetzliche Änderung des Forstgesetzes würde dagegen zu
rechtlichen Unsicherheiten führen“, so Rauch. Konflikte zwischen den
verschiedenen Nutzergruppen des Waldes wären bei einer generellen
Öffnung von Forststraßen vorprogrammiert. Vor allem der Naturschutz
käme damit generell unter Druck und das würde erst recht wieder
Einschränkungen erfordern. „Es wäre in dem Fall auch kaum zu
argumentieren, dass die Öffnung für Forststraßen nur für
Mountainbiker, nicht aber für Reiter, E-Biker oder Motorräder gilt“,
gibt der ÖVP-Sportsprecher zu bedenken.
„Auch immer wieder zitierte internationale Beispiele, wo auf
Forststraßen fahren erlaubt ist, gehen argumentativ ins Leere, weil
auch diese viele Einschränkungen und Sperrgebiete ausweisen“, erklärt
Rauch. Die ÖVP setze daher auf die schon bisher erfolgreiche Praxis,
gut gekennzeichnete Mountainbike-Wege einvernehmlich und am
jeweiligen lokalen regionalen Bedarf orientiert festzulegen. „Dies
umso mehr, als Mountainbiker primär Bedarf an sg. „Singletrails“,
also eigens für sie geschaffenen Strecken oder auch Wanderwegen haben
und nicht an Forststraßen“, so Rauch. Eine generelle Öffnung der
Forststraßen gehe daher an den Bedürfnissen der Mountainbiker völlig
vorbei.
Der in der Praxis äußert bewährte ÖVP-Kurs in dieser Frage wird
mittlerweile auch von einzelnen Grün-Politikern, wie etwa dem
Salzburger Umweltlandesrat Schwaighofer unterstützt, betont der
ÖVP-Sportsprecher. Bestätigt wird dies auch durch 106.000
Österreicherinnen und Österreicher, die sich bei einer Umfrage des
Forstvereins mit ihrer Unterschrift für ein geregeltes Miteinander im
Wald ausgesprochen haben. Die Petition der Naturfreunde für eine
generelle Öffnung der Forststraßen schaffte dagegen nur 36.000
Unterschriften.
Für ÖVP-Sportsprecher Hannes Rauch „ein weiterer Beweis, dass die
Mehrheit der Österreicher auf Vernunft und praxistaugliche,
gemeinschaftliche Lösungen setzt – auch was das Radfahren im Wald
betrifft.“
(Schluss)
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