"Verbund- Achterl" ist kein überzeugendes Bekenntnis zu Grazer Murkraftwerk

Wien (OTS) - Als "äußerst bescheiden" bezeichnet die Umweltorganisation VIRUS den am 16.2.2017 von der ESTAG kolportierten Wiedereinstieg des Verbund beim Murkraftwerksprojekt Graz-Puntigam mit lediglich einem 12,5% Anteil. "Nach dem Rückzug von einer 50% Beteiligung vor erst knapp einen Jahr wegen Unwirtschaftlichkeit ist der wohl politisch verordnete Sparflammeneinstieg alles andere als ein überzeugendes Bekenntnis", so Sprecher Rehm

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätten sich in der Zeit zwischen Ausstieg und Kehrtwende nicht geändert. "Hier kommt also nicht Enthusiasmus zum Ausdruck, sondern eine Pflichtübung im Rahmen eines politisch verordneten Prestigeprojektes wohl unter Beteiligung des Verbund-Eigentümervertreters", analysiert Rehm. Der Freie Fall des Projektes ins nächste Finanzdesaster sei damit jedenfalls nicht aufzuhalten. Hier sei nun die Steiermärkische Landesregierung und Landeshauptmann Schützenhofer gefordert, mit einer Nachdenkpause und einem "Runden Tisch" in einer überhitzten Stimmung wieder für klare Köpfe und besonnenes Vorgehen und damit die Voraussetzung für verantwortungsvolle Investitionsentscheidungen zu sorgen. Das Motiv, unbedingt eigene ESTAG-Kraftwerke anstelle des veräußerten Kraftwerksparks im Zuge der vom Rechnungshof kritisierten "Südpol-Verträge" haben zu wollen sei keine gute Grundlage dafür. "Im Zuge dieser Nachdenkpause muss jedenfalls gewährleistet werden, dass die UVP-Auflagen auch tatsächlich eingehalten und dies kontrolliert wird und möge der Landeshauptmann per Weisung dafür sorgen, dass das Amt der Steiermärkischen Landesregierung nicht länger gesetzwidrig den Verfahrensparteien die Akteneinsicht verweigert," fordert Rehm abschließend.

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Wolfgang Rehm, 0699/12419913, virus.umweltbureau@wuk.at

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