NEOS Wien fordert sofortigen Baustopp auf den Steinhofgründen

Bettina Emmerling: „Die Stadt verbaut ohne Plan und Ziel das Jugendstil-Ensemble am Steinhof und fährt rücksichtslos über die Anliegen der Bürger_innen drüber.“

Wien (OTS) - Heute Dienstag haben am Gelände des Otto-Wagner-Spitals am Steinhof die Rodungen von knapp 100 Bäumen begonnen. Der städtische Wohnbauträger Gesiba plant bei der Pathologie inmitten des Jugendstil-Ensembles am Steinhof den Neubau von Wohnungen. Bettina Emmerling, NEOS-Sprecherin für Umwelt und Bürgerbeteiligung, zeigt sich in einer ersten Stellungnahme über das Vorgehen der Stadt entsetzt: „Dieser Fall zeigt wieder einmal auf, dass es die Stadtpolitik mit Bürgeranliegen nicht ernst nimmt. Erst letzte Woche haben wir von NEOS den Bürgerprotest der beiden Initiativen „Steinhof erhalten“ und „Steinhof gestalten“ am Areal unterstützt. Nun wird einfach über den Aufschrei und die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger drüber gefahren.“ 

„Wir vermissen hier ganz klar eine umfassende Planung für das Areal. Ein Verbau des Areals ohne Gesamtplan ist sicher nicht im Sinne der Bezirksbevölkerung. Das Otto Wagner-Areal braucht dringend ein städtebauliches und architektonisches Gesamtkonzept. Dies darf natürlich nicht hinter verschlossenen Türen passieren. NEOS wird deshalb zusammen mit den Bürger_innen und Expert_innen an einem Zukunftskonzept arbeiten, das eine Nutzung des Otto Wagner-Areals für die nächste Generation und den Erhalt der einzigartigen kulturellen Bedeutung dieses Bezirksteils sicherstellen soll. Das gesamte Areal ist so groß wie der 8. Bezirk. Hier völlig planlos Wohnungen zu errichten und das Jugendstilensemble zu zerstören, ist in höchstem Maße verantwortungslos und gefährdet den Wunsch des Bezirks nach einem Weltkulturerbestatus“, so Wolfgang Gerold, Klubobmann von NEOS Penzing.

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