• 09.02.2017, 12:25:26
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  • OTS0105

Hausdurchsuchung bei Kasachischem Biathlon Nationalteam in Hochfilzen

Internationale Biathlon Union (IBU) kooperiert mit Bundeskriminalamt

Utl.: Internationale Biathlon Union (IBU) kooperiert mit
Bundeskriminalamt =

Hochfilzen (OTS) - Am 8. Februar 2017 wurde eine Hausdurchsuchung in
den Teamunterkünften des Kasachischen Biathlon Nationalteams durch
das Bundeskriminalamt (BK) durchgeführt. Dabei wurden zahlreiche
medizinische Produkte und Medikamente sichergestellt. Die
Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Im Jänner 2017 wurde bei einer Tankstelle in Osttirol von einer
Privatperson beobachtet, wie die Insassen von mehreren Kleinbussen
auf einem Tankstellengelände einen größeren Karton entsorgten. Im
Karton befand sich eine beträchtliche Menge an gebrauchtem
medizinischen Einwegmaterial, wie Einwegspritzen, Infusionen und
Ampullen sowie handschriftliche Aufzeichnungen, die auf einen
Dopingvorgang schließen ließen. Des Weiteren befanden sich in diesem
Karton diverse Akkreditierungen für Veranstaltungen der
Internationalen Biathlon Union (IBU).

Die medizinischen Produkte und Medikamente wurden einem
Kontrollorgan der Nationalen Anti-Doping Agentur Austria (NADA
Austria) übergeben. Diese verständigte nach Begutachtung die
Spezialisten des Referats für Wettbetrug, Doping und
Arzneikriminalität im BK. Aufgrund der Auswertung der Dokumente und
der handschriftlichen Aufzeichnungen konnte davon ausgegangen werden,
dass der Karton samt Inhalt dem Kasachischen Biathlon Nationalteam
zuzuordnen ist.

Nach Kontaktaufnahme mit der Staatsanwaltschaft Innsbruck wurde der
Auftrag für die Hausdurchsuchung des Quartiers der betroffenen
Mannschaft erteilt. Diese wurde in den Abendstunden des 8. Februar
2017 mit Unterstützung des Landeskriminalamtes Tirol in einem Hotel
durchgeführt. Insgesamt waren 30 Polizeibeamte im Einsatz. Dabei
wurden eine erhebliche Menge an medizinischen Produkten und
Medikamenten sowie Mobiletelefone sichergestellt. Anschließend wurden
in Abstimmung mit der IBU von der NADA Austria Urin- und
Blutkontrollen durchgeführt.

Zurzeit überprüfen die Ermittler ob einerseits Verstöße gegen das
Anti-Doping Bundesgesetz vorliegen und andererseits der Tatbestand
des Sportbetruges nach dem Strafgesetzbuch erfüllt ist.

Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka bedankte sich bei den 30
Polizistinnen und Polizisten für den nächtlichen Einsatz und die gute
Zusammenarbeit mit der NADA Austria und der IBU: „Die Polizei wird
alles daran setzen, die strafrechtliche Verantwortlichkeit zu
klären.“

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BUK

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