• 08.02.2017, 09:05:41
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  • OTS0021

Glyphosat: Greenpeace ruft zur Unterstützung der Europäischen Bürgerinitiative auf

Echte Chance für glyphosatfreies Europa – Minister Rupprechter muss sich für Verbot einsetzen

Utl.: Echte Chance für glyphosatfreies Europa – Minister Rupprechter
muss sich für Verbot einsetzen =

Brüssel/Wien (OTS) - Greenpeace ruft dazu auf, die heute gestartete
Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat zu unterstützen. Diese
wurde von der Umweltschutzorganisation mit initiiert. Der Einsatz des
Unkrautvernichters steht schon lange in heftiger Kritik, weil
Glyphosat wahrscheinlich krebserregend ist. Im heurigen Jahr wird auf
europäischer Ebene über die weitere Zulassung entschieden. Greenpeace
fordert von den politisch Verantwortlichen, sich für den Schutz der
öffentlichen Gesundheit und damit gegen Glyphosat stark zu machen. An
Bundesminister Rupprechter richtet die Umweltschutzorganisation die
Einladung, als ersten Schritt selbst die Bürgerinitiative zu
unterzeichnen.

„Politikerinnen und Politiker in Österreich und in Europa müssen
endlich den Schutz der öffentlichen Gesundheit über die
Profitinteressen von Bayer, Monsanto und Co. stellen“, fordert
Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Sebastian Theissing-Matei.
„Vergangenes Jahr konnten wir gemeinsam mit unseren Unterstützerinnen
und Unterstützern und einer breiten Bewegung verhindern, dass
Glyphosat für 15 weitere Jahre zugelassen wird. Das war ein großer
Erfolg. Jetzt haben wir die Gelegenheit, ein vollständiges Verbot zu
erreichen.“ Die derzeitige Zulassung läuft mit Ende 2017 aus. Es ist
jedoch davon auszugehen, dass die Agro-Chemie-Industrie, die
EU-Kommission und auch große Mitgliedsstaaten wie zum Beispiel
Großbritannien wieder ihr ganzes politisches Gewicht für eine weitere
Verlängerung der Zulassung in die Waagschale werfen werden. „Umso
stärker müssen wir uns dafür einsetzen, den Unkrautvernichter endlich
von unseren Feldern und aus unseren Parks zu verbannen“, sagt
Theissing-Matei. Die Bürgerinitiative sei das ideale demokratische
Instrument, um der breiten Ablehnung von Glyphosat Ausdruck zu
verleihen. Unterzeichnet werden kann die Initiative im Internet, man
benötigt dafür nur einen Ausweis.

Glyphosat ist in der Europäischen Union und auch in Österreich der
meistverwendete Unkrautvernichter. Er wird in Forst- und
Landwirtschaft sowie im öffentlichen Raum, etwa in Parks, eingesetzt.
Aufgrund seiner weitverbreiteten Anwendung ist es nicht vermeidbar,
dass Menschen mit dem Wirkstoff in Kontakt kommen. Vor allem
AnwenderInnen von Glyphosat, also zum Beispiel Gemeindebedienstete,
die Straßenränder besprühen, oder LandwirtInnen, sind einem besonders
hohen Risiko ausgesetzt. „Das heurige Jahr bietet eine echte Chance
für ein glyphosatfreies Europa. Zeigen wir gemeinsam, dass wir eine
breite gesellschaftliche Bewegung sind, die dieses Gift nicht länger
akzeptiert“, sagt Theissing-Matei und fügt hinzu: „Bundesminister
Andrä Rupprechter ist selbstverständlich auch eingeladen, zu
unterzeichnen. Der Minister muss sich endlich zur Notwendigkeit eines
Glyphosat-Verbots bekennen.“

Die Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat kann hier
unterzeichnet werden: http://landwirtschaft.greenpeace.at/glyphosat

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