• 30.01.2017, 08:30:01
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ÖGfE-Schmidt: 15 Jahre Euro-Bargeld - ÖsterreicherInnen sehen Euro-Zukunft durchaus optimistisch

66 Prozent: Euro wird langfristig Bestand haben - Nach starkem Rückgang Stabilisierung des Euro-Vertrauens ab 2013 - Umfrage

Utl.: 66 Prozent: Euro wird langfristig Bestand haben - Nach starkem
Rückgang Stabilisierung des Euro-Vertrauens ab 2013 - Umfrage =

Wien (OTS) - „Seit 15 Jahren verwenden wir den Euro als Bargeld. Eine
Phase, in der er schon einige schwere Turbulenzen durchleben musste.
Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat auch das Vertrauen in die
Gemeinschaftswährung in Mitleidenschaft gezogen. Trotzdem bewerten
die ÖsterreicherInnen die langfristige Zukunft und Bedeutung des Euro
nach wie vor optimistisch“, analysiert Paul Schmidt, Generalsekretär
der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik, das Ergebnis
einer aktuellen ÖGfE-Umfrage.

Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) sind optimistisch, dass der
Euro als gemeinsame Währung auch langfristig Bestand haben wird („auf
jeden Fall“: 16 Prozent | „eher schon“: 50 Prozent). 28 Prozent sehen
die Zukunft des Euro hingegen skeptisch und glauben „eher nicht“ (20
Prozent) bzw. „sicher nicht“ (8 Prozent), dass sich die
Gemeinschaftswährung halten wird. In fünf Befragungen seit Dezember
2011 sind in dieser Frage kaum Schwankungen im Meinungsbild zu
erkennen.

Nach einem starken Vertrauensverlust in den Euro im Zeitraum Sommer
2011 bis Herbst 2012 zeigt sich seit dem Frühjahr 2013 in fünf
Befragungen eine deutliche Erholung und Stabilisierung des
Meinungsbildes.

Aktuell haben 8 Prozent „sehr großes“ und 40 Prozent „großes“
Vertrauen in den Euro. „Eher geringes“ Vertrauen geben 32 Prozent an.
12 Prozent haben „sehr geringes“ Vertrauen in den Euro, 6 Prozent
vertrauen dem Euro „gar nicht“.

Drei Viertel der Befragten (76 Prozent) geben in der aktuellen
Umfrage an, dass der Euro „für die Stellung der Europäischen Union in
der Weltwirtschaft“ „sehr wichtig“(33 Prozent) bzw. „wichtig“ (43
Prozent) ist. Insgesamt 20 Prozent bezweifeln das („eher nicht
wichtig“: 16 Prozent |„gar nicht wichtig“: 4 Prozent).

59 Prozent messen dem Euro Bedeutung für die „Entwicklung einer
gemeinsamen europäischen Identität“ zu („sehr wichtig“: 24 Prozent |
„eher wichtig“: 35 Prozent). 36 Prozent können sich dieser Ansicht
nicht anschließen („eher nicht wichtig“: 25 Prozent | „gar nicht
wichtig“: 11 Prozent).

58 Prozent halten den Euro für wichtig, was die „Weiterentwicklung
der Europäischen Union“ betrifft („sehr wichtig“: 26 Prozent | „eher
wichtig“: 32 Prozent). 33 Prozent bezeichnen den Euro in diesem
Zusammenhang als „eher nicht wichtig“ (25 Prozent) bzw. „gar nicht
wichtig“ (8 Prozent). Gegenüber einer Vergleichsumfrage vom Frühjahr
2014 wird dem Euro in diesem Bereich derzeit geringere Bedeutung
zugemessen - die Anzahl jener, die ihn für „eher nicht/gar nicht
wichtig“ halten, ist in diesem Zeitraum um 10 Prozentpunkte
gestiegen.

„Die Einführung des Euro zählt zu einem der großen
Integrationssprünge in Europa. Er ist in 19 der 28 Ländern der Union
offizielles Zahlungsmittel, ist die weltweit zweitwichtigste
Reservewährung und schützt vor Währungsspekulationen“, so Schmidt.
„Die teils schwache wirtschaftliche Performance und der Mangel an
koordinierter, europäischer Wirtschaftspolitik und Solidarität haben
auch dem Image des Euro zugesetzt. Trotzdem wird der internationale
Einfluss und die integrative Rolle des Euro durchaus positiv
bewertet.“

Download Grafiken: http://bit.ly/2kjvDal

Die Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlichen
Studiengesellschaft vom 11. bis 16. Jänner 2017 im Auftrag der ÖGfE
durchgeführt. Befragt wurden österreichweit 607 Personen per Telefon
(repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16
Jahre/Gewichtung nach Geschlecht, Alter und Bildung). Maximale
Schwankungsbreite ca. +/- 4,0 Prozent. Differenz auf 100 Prozent
aufgrund gerundeter Werte.

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