• 26.01.2017, 10:08:17
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ÖGfE-Schmidt: Steigende Zustimmung zur EU-Mitgliedschaft angesichts neuer Herausforderungen

67 Prozent: Österreich soll EU-Mitglied bleiben - 25 Prozent für EU-Austritt - Umfrage

Utl.: 67 Prozent: Österreich soll EU-Mitglied bleiben - 25 Prozent
für EU-Austritt - Umfrage =

Wien (OTS) - „Das vergangene Jahr hat weder der EU noch Österreich
eine Verschnaufpause gegönnt. Neben den Nachwehen der
Wirtschaftskrise, den Freihandelsturbulenzen, Flucht und Migration,
dem Ukraine-Konflikt und der Terrorgefahr hat sich das Themenspektrum
um den Brexit-Schock, den Putschversuch in der Türkei, die Zuspitzung
der Lage in Syrien und die neue US-Präsidentschaft erweitert. Trotz –
oder auch gerade wegen – dieses Spannungsfeldes stehen die
ÖsterreicherInnen der EU-Mitgliedschaft heute positiver gegenüber,
als dies noch vor einem halben Jahr der Fall war“, verweist
ÖGfE-Generalsekretär Paul Schmidt auf eine aktuelle Umfrage der
Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik, die Mitte Jänner
österreichweit durchgeführt wurde.

67 Prozent der befragten ÖsterreicherInnen sprechen sich derzeit
dafür aus, dass unser Land EU-Mitglied bleibt. 25 Prozent plädieren
für einen Austritt. 8 Prozent beziehen keine Stellung. Gegenüber Juli
2016 ist die Zahl der BefürworterInnen der Mitgliedschaft um 6
Prozentpunkte gestiegen. Die Zahl jener, die für einen Austritt aus
der EU plädieren, hat sich um zwei Prozentpunkte erhöht. Rückläufig
ist hingegen die Zahl jener, die sich ihrer Entscheidung unsicher
sind und „weiß nicht“ antworteten – sie beträgt aktuell 8 Prozent
(Juli 2016: 16 Prozent).

Insgesamt 53 österreichweite ÖGfE-Befragungen seit Juni 1995 zeigen,
dass – trotz Schwankungen – die BefürworterInnen der
EU-Mitgliedschaft stets in der Mehrheit waren. Im Durchschnitt lag
die Zahl der MitgliedschaftsbefürworterInnen bei rund 70 Prozent, die
Zahl der GegnerInnen bei 23 Prozent. Die höchste Zustimmung zur
EU-Mitgliedschaft fand sich im Juni/Juli 2002 (80 Prozent), der
stärkste Wunsch nach einem Austritt im Juni/Juli 2008 (33 Prozent).

Download Zeitreihe: http://bit.ly/2j0dYEs

Männer befürworten in der aktuellen Umfrage zu 64 Prozent die
EU-Mitgliedschaft Österreichs, Frauen zu 70 Prozent. Der Wunsch nach
einem EU-Austritt liegt bei den männlichen Befragten bei 31 Prozent,
bei den weiblichen bei 20 Prozent. Während Befragte mit
Universitätsabschluss zu 91 Prozent für den Verbleib Österreichs bei
der EU plädieren (EU-Austritt: 7 Prozent), sind es bei Personen mit
Matura 83 Prozent (EU-Austritt: 13 Prozent). Bei Befragten mit
Berufs- und Handelsschulabschluss lautet das Verhältnis 63 Prozent
(„bleiben“) zu 30 Prozent („austreten“), bei Befragten mit
Pflichtschulabschluss 57 Prozent („bleiben“) zu 30 Prozent
(„austreten“). [Fehlende Werte = „weiß nicht/Keine Angabe“].

„Das veränderte geopolitische Umfeld ebenso wie die zur Schau
gestellten Differenzen der Mitgliedstaaten, und als deren Folge die
mangelhafte Durchsetzungskraft der Union, verlangen nach neuen
Strategien. Die Menschen erwarten mehr Zusammenhalt und klare
Antworten auf die Frage, wie die Union künftig etwa mit verstärkter
Zuwanderung oder steigender Arbeitslosigkeit umgehen will. Eine
effiziente EU, die sich ihrer Verantwortung bewusst ist, ist dabei
für die große Mehrzahl der Bevölkerung die beste Option, diese
Aufgaben zu bewältigen“, hält Schmidt fest.

Die Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlichen
Studiengesellschaft vom 11. bis 16. Jänner 2017 im Auftrag der ÖGfE
durchgeführt. Befragt wurden österreichweit 607 Personen per Telefon
(repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16
Jahre/Gewichtung nach Geschlecht, Alter und Bildung). Maximale
Schwankungsbreite ca. +/- 4,0 Prozent. Differenz auf 100 Prozent
aufgrund gerundeter Werte.

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