Jewish Welcome Service zum Ableben von Ari Rath

Wir  sind sehr traurig: Mit Ari Rath verlieren wir einen großen Humanisten und einen lieben Freund.

Wien (OTS) - Der Jewish Welcome Service ist tief betroffen über den Tod von Ari Rath, der heute morgen in Wien verstorben ist. Der Publizist wurde am 6.Jänner 1925 in Wien geboren und ist in einer bürgerlich-jüdischen Familie im 9. Bezirk aufgewachsen. Als Dreizehnjähriger konnte er im November 1938 mit seinem Bruder Meshulam gerade noch rechtzeitig vor den Nationalsozialisten mit einem Kindertransport nach Palästina flüchten. Ari Rath war viele Jahre in der Kibbuzbewegung engagiert. Er gehörte zur Aufbaugeneration des Staates Israel und war Weggefährte von Shimon Peres, Yitzhak Rabin, Teddy Kollek wie Ben Gurion.

Als langjähriger Chefredakteur und Herausgeber der „Jerusalem Post“ setzte er sich stets für den Nahostfriedensprozess ein. 2012 erschienen im Zsolnay Verlag unter dem Titel „Ari heißt Löwe“ seine Lebenserinnerungen. Ari Rath war einer der Protagonisten der erfolgreichen Burgtheater-Produktion „Die letzten Zeugen“ von Doron Rabinovici und Matthias Hartmann.

In den letzten Jahren lebte er wieder in Wien und war bis ins hohe Alter unermüdlich unterwegs, um vor allen mit jungen Menschen über seine Erfahrungen von Verlust, Vertreibung und Flucht zu sprechen. Gerade zur jüngeren Generation hatte Ari Rath immer eine besondere Verbindung. Von ihr erwartete er Engagement und Zivilcourage gegenüber Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus. Stets fand er die richtigen Worte zur richtigen Zeit und erinnerte immer wieder an die lange verleugnete NS-Vergangenheit Österreichs.

Der Jewish Welcome Service dankt Ari Rath für seine jahrzehntelange Unterstützung seiner Aufgaben und Aktivitäten. Ari Rath war Mitglied des Herausgebervereins der Zeitschrift „Das Jüdische Echo“ und Jury-Mitglied des Leon Zelman Preises für Dialog und Verständigung.

Wir sind sehr traurig: Mit Ari Rath verlieren wir einen großen Humanisten und einen lieben Freund. Ari – Der Löwe: Er wird uns sehr fehlen.

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