- 09.01.2017, 13:47:29
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Kaske: „Es braucht Frauenquoten in Aufsichtsräten“
So wie Deutschland benötigt auch Österreich eine gesetzliche Zielvorgabe, um den Frauenanteil in Aufsichtsräten zu erhöhen
Utl.: So wie Deutschland benötigt auch Österreich eine gesetzliche
Zielvorgabe, um den Frauenanteil in Aufsichtsräten zu erhöhen =
Wien (OTS) - Die Führungsgremien der größten börsennotierten
Unternehmen sind Männerdomänen – in Deutschland wie in Österreich.
Allerdings ist in Deutschland der Anteil von Frauen in Aufsichtsräten
zuletzt markant gestiegen und liegt nun bei mehr als 30 Prozent.
Grund dafür war ein neues Gesetz. „Auch in Österreich ist eine solche
gesetzliche Zielvorgabe notwendig“, sagt AK Präsident Rudi Kaske.
In der Zusammensetzung der Aufsichtsräte gibt es mittlerweile große
Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland: Seit einem Jahr
(seit 1. Jänner 2016) verpflichtet das Gesetz 101 börsennotierte
deutsche Firmen, bei Neubesetzungen im Aufsichtsrat sicherzustellen,
dass mindestens 30 Prozent der Posten von Frauen besetzt werden.
Diese Zielvorgabe wurde laut DIW (Deutsches Institut für
Wirtschaftsforschung) in den DAX-Konzernen bereits überschritten. In
Österreich liegt der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der
börsennotierten Unternehmen indes nur bei rund der Hälfte des
deutschen Werts – bei 17,4 Prozent. „Deutschland zeigt: Die Quote
wirkt. Da derzeit keine europaweite Regelung absehbar ist, muss
Österreich die Initiative ergreifen und verbindliche Ziele für eine
Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat setzen“, sagt AK Präsident
Rudi Kaske.
Die Arbeiterkammer fordert von der Regierung, rasch verbindliche
Zielvorgaben für die Anhebung des Frauenanteils an der
Unternehmensspitze zu erlassen, denn der Anteil der erwerbstätigen
Frauen müsse sich endlich auch in den Spitzenpositionen der
Wirtschaft widerspiegeln.
Im Vorjahr waren – wie der Frauen.Management.Report.2016 der AK
Wien zeigt – 96 Prozent der Vorstände in börsennotierten Unternehmen
in Österreich Männer und nur vier Prozent Frauen. In Deutschland
liegt der Frauenanteil in den Vorständen bei 6,7 Prozent, geht aus
einer am Montag veröffentlichten Auswertung der Beratungsfirma EY
hervor.
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