ÖGB-Achitz: 2017 muss das Jahr der Trendwende am Arbeitsmarkt werden

Investitionen steigern, Konsum ankurbeln, Mindestlöhne erhöhen, Arbeitszeit verkürzen

Wien (OTS) - Nach dem leichten Rückgang im November ist auch im Dezember die Zahl der Arbeitslosen und in Schulungen Befindlichen ein wenig zurückgegangen: „Das lässt Hoffnung aufkommen, dass 2017 das Jahr der Trendwende am Arbeitsmarkt wird – aber das geht nicht von selbst“, sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB: „Die Politik muss der Arbeitsmarktpolitik neuen Schub geben, etwa durch mehr Investitionen in Infrastruktur, durch Maßnahmen zur gerechteren Verteilung der vorhandenen Arbeit, also durch eine Arbeitszeitverkürzung.“++++

Unternehmen müssen Arbeitsplätze schaffen und Mindestlöhne erhöhen

„Aber auch die Unternehmen sind gefragt: Sie müssen die von der Regierung geschaffenen Investitionen und Lohnnebenkostensenkungen auch aufgreifen und endlich wieder mehr investieren und Arbeitsplätze schaffen“, so Achitz. Er fordert die Wirtschaftskammer auf, rasch über eine Generalvereinbarung über 1.700 Euro Mindestlohn zu verhandeln: „Von jedem Euro, den die MindestlohnbezieherInnen zusätzlich bekommen, gehen 80 Cent direkt in den Konsum. Das kurbelt die Wirtschaft an und schafft Arbeitsplätze.“

Höhere Mindestlöhne führen nicht zu weniger Beschäftigten

„Mindestlöhne sorgen dafür, dass mehr Menschen von ihrem Arbeitseinkommen auch leben können“, sagt Achitz, „sie führen aber nicht zu höherer Arbeitslosigkeit. Das zeigen die Erfahrungen aus vielen Ländern, darunter die USA, Großbritannien, Portugal, Deutschland und Tschechien.“

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ehnen-auf-kosten-steigender-arbeitslosigkeit (fk)

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