- 16.12.2016, 09:31:55
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Bewegende PULS 4 NEWS-Reportage am Montag, den 19. Dezember um 00:20 Uhr über Volksgruppe der Jenischen in Österreich
"Man hat mich ausgepeitscht, nackt unter der kalten Brause, mit dem Ast einer Trauerweide," so der Jenische Alois Lucke in der PULS 4 NEWS-Reportage
Utl.: "Man hat mich ausgepeitscht, nackt unter der kalten Brause,
mit dem Ast einer Trauerweide," so der Jenische Alois Lucke in
der PULS 4 NEWS-Reportage =
Wien (OTS) - PULS 4 zeigt am Montag, den 19. Dezember die Reportage
"Jenische in Österreich - Fremd im eigenen Land". Die Reportage wird
nach den Info-Formaten "Pro und Contra" (22:35 Uhr) und "Gültige
Stimme" (23:40 Uhr) um 00:20 Uhr gesendet. PULS 4 NEWS-Journalistin
Alexandra Wachter begab sich zwei Jahre lang auf Spurensuche der
"vergessenen" Volksgruppe und sprach mit Betroffenen, Zeitzeugen und
Experten.
Fremd im eigenen Land
Die Jenischen, auch fahrendes Volk oder im Volksmund diffamierend
Zigeuner genannt, werden in Österreich seit Jahrhunderten
diskriminiert. So sind über die Jahrhunderte viele Vorurteile
entstanden, die in der NS-Zeit und auch noch lange nach 1945 dazu
geführt haben, dass viele Jenische Kinder in Heime zwangseingewiesen
wurden. Dort kam es häufig zu schweren Misshandlungen. Der Staat
Österreich hat sich bei den Heimkindern entschuldigt, doch niemals
anerkannt, dass unter den Heimkindern auch sehr viele Jenische Kinder
waren. Die Volksgruppe existiert in Österreich offiziell nicht. In
der Schweiz ist die Jenische Volksgruppe seit dem 15. September 2016
offiziell anerkannt.
Wachter sprach u.a. mit Alois Lucke, dem Präsident des Jenischen
Kulturverbands in Österreich, der im Jahr 1962 in Tirol selbst in ein
Kinderheim zwangseingewiesen wurde: "Ich bin dann einmal von einem
Heim geflüchtet, was ja jedes Tier macht wenn es geschlagen wird. Als
man mich wieder zurückgebracht hat, hat man mich ausgepeitscht, nackt
unter der kalten Brause, mit dem Ast einer Trauerweide. Und wenn da
die Trauerweide auf dem Körper eines 6, 7-Jährigen aufschlägt, dann
bricht das auf."
PULS 4 NEWS-Journalistin Alexandra Wachter zur Entstehung der
Reportage: "Ich recherchiere seit 2014 zu dem Thema, habe zahlreiche
Interviews geführt und viele Informationen zusammengetragen.
Grundsätzlich ist es sehr schwierig, Interviewpartner zu diesem Thema
zu finden, die auch vor der Kamera sprechen wollen. Mit der
Unterstützung des 4NEWS- Sendungsverantwortlichen Florian Höllerl und
dem Historiker Univ.-Doz. Mag. Dr. Horst Schreiber ist es aber im
Laufe von zwei Jahren gelungen. Wir hoffen, dass wir durch die
Reportage eine Reaktion der Politik auslösen können, um dieses
Unrecht aufzudecken und im besten Fall eine Anerkennung für die
Volksgruppe zu erwirken."
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