Wiens legendäres Sacher im ORF-Weihnachtsprogramm

ORF-Premiere für Dornhelms ORF/ZDF-Historienzweiteiler und Thalbergs ORF-Doku ab 27. Dezember in ORF 2

Wien (OTS) - Im Weihnachtsprogramm von ORF 2 wird Wiens legendäres Sacher zur Kulisse zweier TV-Highlights: Robert Dornhelm macht Ursula Strauss am 27. und 28. Dezember (20.15 Uhr) im topbesetzten ORF/ZDF-Historiendrama „Das Sacher. In bester Gesellschaft“ zur Hotelchefin. Anschließend an Teil eins räumt der von Beate Thalberg gestaltete ORF/ARTE-Dokumentarfilm „Die Königin von Wien – Anna Sacher und ihr Hotel“ (22.00 Uhr) mit manchen Klischees auf. ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz und ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner luden anlässlich dieser bevorstehenden Programmhighlights gestern, am Montag, dem 28. November, zu einer Präsentation ins Metro-Kino in Wien. Unter den Gästen waren u. a. ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis, ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl, ARTE-Kulturchefin Claire Isambert, Regisseur Robert Dornhelm, Filmemacherin und ORF-Redakteurin Beate Thalberg, Drehbuchautorin Rodica Doehnert, die Darstellerinnen und Darsteller Ursula Strauss, Josefine Preuß, Laurence Rupp, Julia Koschitz, Lili Epply, Sophie Stockinger und Tobias Ofenbauer, die Produzenten Oliver Auspitz, Oliver Berben, Andreas Kamm, Kurt Mrkwicka, Sarah Kirkegaard, Markus Glaser sowie Alexandra und Matthias Winkler, Unitel-Geschäftsführer Jan Mojto und RTR-Geschäftsführer Dr. Alfred Grinschgl.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Fiktionale Topunterhaltung und dokumentarisches Aha-Erlebnis“

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Unsere beiden hochkarätigen TV-Abende über das Sacher sind in höchstem Maß österreichisch und bieten öffentlich-rechtlichen Mehrwert in Reinkultur. Mit den beteiligten Produktionspartnern und unseren Partnersendern ZDF und ARTE ist es uns gelungen, einer heimischen Institution – dem Hotel Sacher und seiner legendären ,Patronin‘ – filmische Denkmale zu setzen, die weit über die Grenzen hinaus wirken. Erstklassig produziert, mit einer hochkarätigen deutschsprachigen Schauspielriege besetzt und von Starregisseur Robert Dornhelm behutsam inszeniert, fügt sich das Filmhighlight ,Das Sacher‘ nahtlos in die Reihe österreichischer ORF-Benchmarkproduktionen. Die begleitende Dokumentation von Beate Thalberg zeigt eindrucksvoll, wie spannend und erhellend der Blick hinter die Prunk-Fassade des Prachthotels sein kann. Fiktionale Topunterhaltung und dokumentarisches Aha-Erlebnis – diese hochwertige Bandbreite in Rot-Weiß-Rot schätzt und verlangt unser Publikum von ,seinem‘ ORF.“

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: „Programm-Melange aus fiktionalem TV-Zweiteiler auf Hollywood-Niveau und einer hochwertigen Dokumentation“

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: „Anna Sacher, eine ungewöhnliche und außergewöhnliche Frau mit Witz, Esprit und Sturheit, Familien- und Geschäftssinn für ihr Hotel Sacher, diesen außergewöhnlichen Ort der Begegnung, der Geheimnisse, der beginnenden weiblichen Emanzipation – diese außergewöhnliche Programm-Melange aus fiktionalem TV-Zweiteiler auf Hollywood-Niveau und einer hochwertigen Dokumentation, die den Bogen ins Heute spannt. Ich bin stolz auf dieses außergewöhnliche Tandem-Projekt – ein weithin sichtbarer, starker, öffentlich-rechtlicher Leuchtturm aus dem ORF für Österreich und die Welt. Das ist unser Auftrag, aber noch viel mehr unsere Leidenschaft: das beste Programm für Österreich – und mit Anna Sacher zu den Feiertagen ein Höhepunkt des Fernsehjahres – wir für Sie.“

ORF-Premiere für ORF/ZDF-Zweiteiler „Das Sacher. In bester Gesellschaft“

In zweimal 100 Minuten spannt das aufwendig produzierte, topbesetzte und in Wien und Niederösterreich gedrehte ORF/ZDF-Historien-Drama „Das Sacher. In bester Gesellschaft“ (27. und 28. Dezember, 20.15 Uhr, ORF 2) einen Bogen über knapp drei Jahrzehnte österreichischer Historie: Josefine Preuß, Julia Koschitz, Laurence Rupp und Florian Stetter erzählen die Geschichte von vier Persönlichkeiten, deren Lebenswege einander im Sacher kreuzen. Ursula Strauss stand als Grande Dame Anna Sacher vor der Kamera. Robert Palfrader (auch am 22. Dezember im ORF-Landkrimi „Endabrechnung“ in ORF eins) spielt den Portier des traditionsreichen Hauses.

Hochkarätig ist auch der weitere Cast: „In bester Gesellschaft“ finden sich unter der Regie von Robert Dornhelm u. a. Dietmar Bär, Jürgen Tarrach, Susanne Wuest, Jasna Fritzi Bauer, Nina Proll, Lili Epply, Peter Simonischek, Edin Hasanovic, Thomas Schubert, Robert Stadlober, Bernhard Schir, Gerhard Liebmann, Joachim Król, Sophie Stockinger, Anna Posch, Simon Schwarz, Karl Fischer, Philipp Hochmair und Martin Zauner wieder. In einer Gastrolle ist Francesca Habsburg als Gattin eines englischen Diplomaten zu sehen. Für das Drehbuch zeichnet Rodica Doehnert verantwortlich. „Das Sacher. In bester Gesellschaft“ ist eine Koproduktion von MR-Film und Moovie mit ZDF und ORF, gefördert von Filmfonds Wien und Fernsehfonds Austria.

Ursula Strauss als Anna Sacher: „Eine wahnsinnig spannende Frau“

Ursula Strauss spielt Anna Sacher, die Grande Dame des Hauses, der es nach dem Tod ihres Mannes Eduard, dem Eigentümer des Hotels, gelingt, die Konzession für das Hotel zu erlangen. Mit Entschlossenheit, Grandezza und ihrer resoluten Persönlichkeit wird sie es zur Zeit der Jahrhundertwende zur ersten Adresse in Wien machen, zum legendären Sacher, das als „Das Haus Österreich“ zu Weltruhm gelangt. Strauss über ihre Rolle: „Anna Sacher hat sich ihren Platz erkämpft, sich mutig der Gesellschaft gestellt und war eine der einflussreichsten Frau der damaligen Zeit. Bei ihr sind viele Fäden zusammen gelaufen, sie steht für ein offenes, internationales Wien, für ein Wien der Weltausstellung. Anna Sacher war einerseits sehr monarchietreu, hat die Kaiserin Sisi geliebt, andererseits eine totale Freidenkerin, die Dinge gemacht hat, die davor undenkbar gewesen wären und heute selbstverständlich sind. Eine wahnsinnige spannende Frau.“

Robert Dornhelm: „Das Sacher ist etwas Besonderes“

Hinter der Kamera stand mit dem Oscar-nominierten Starregisseur Robert Dornhelm („Kronprinz Rudolf“) und Drehbuchautorin Rodica Doehnert („Das Adlon. Eine Familiensaga“) ein Duo, das in historischen Stoffen bereits erprobt ist. Robert Dornhelm über seine Beziehung zum Sacher: „Das Sacher ist seit meiner Kindheit etwas Besonderes gewesen. Ein Hotel, das man ehrfürchtig und nur gut gekleidet betreten sollte. Daher habe ich es lange gemieden. 1977 kam Grace Kelly zu unserer gemeinsamen Filmpremiere („Die Kinder der Theaterstraße“) nach Wien und wohnte im Sacher. Das Eis war gebrochen, und seither gehe ich ein und aus und betrachte es als einen Ort, wo man nicht nur übernachtet, sondern wo sich auch Geschichte und Geschichten ereignen.“

ORF/ARTE-Doku „Die Königin von Wien – Anna Sacher und ihr Hotel“ – Ein Film über „eine Frau mit Widersprüchen“

In der, begleitend zum TV-Drama entstandenen, Produktion „Die Königin von Wien – Anna Sacher und ihr Hotel“ räumt Regisseurin, Drehbuchautorin und ORF-Dokumentarfilmspezialistin Beate Thalberg anschließend an Teil eins des Spielfilms am 27. Dezember (22.00 Uhr) mit manchen Klischees rund um „das Sacher“ und seine legendäre Hotelchefin Anna Sacher auf. Die ORF/ARTE-Doku präsentiert eine differenzierte Persönlichkeit und geschickte Managerin, zeichnet aber auch ein Zeitgemälde der Wiener Ringstraßen-Ära mit dem Erstarken des Bürgertums, vielen neuen technischen Erfindungen und der revolutionären Wiener Moderne. Auch das heutige Sacher steht im Mittelpunkt des Films, der u. a. neben zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die langjährige Chefin Elisabeth Gürtler sowie die neue Führungsgeneration mit Tochter Alexandra und Schwiegersohn Matthias Winkler zu Wort kommen lässt. Außergewöhnliche historische Filmaufnahmen, die in Archiven auf der ganzen Welt für den Film entdeckt wurden, und einmaliges, historisches Amateurmaterial bieten neue Eindrücke Wiens zwischen 1880 und 1945. „Die Königin von Wien – Anna Sacher und ihr Hotel“ ist eine Produktion von NGF Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion in Koproduktion mit ORF und ARTE, hergestellt mit Unterstützung von Fernsehfonds Austria und Filmfonds Wien.

Beate Thalberg: „Eine Frau mit Widersprüchen“

„Anna Sacher, das war zunächst ein Berg voller nicht belegter Anekdoten und Falschmeldungen. Dieser Berg war so hoch, dass ich ihn nicht einmal abtragen konnte. Ich hab ihn liegengelassen, bin einmal drum herum gegangen: direkt ins Archiv. Dass wir nur an den Originalquellen geforscht haben, hat sich gelohnt“, schildert Filmemacherin Beate Thalberg. „So konnten wir eine ganz neue, starke Persönlichkeit zutage fördern, die sich deutlich unterscheidet von der bisher kolportierten ‚gemütlichen Matrone‘: die einfallsreiche und erfolgreiche Unternehmerin, die selbstbestimmte, hochmoderne Frau, der Freigeist und die für die Ringstraßen-Ära so wichtige Integrationsfigur. Aber auch eine Frau mit Widersprüchen. Bei aller Faktenstärke – so ein Film muss sinnlich sein. Da stand Anna Sacher durchaus Patin. In dieser Doku wird hinter verschlossenen Türen geheimnisvoll geflüstert, dampft es von Diner-Tellern, wird herzhaft gelacht, dramatisch geliebt. Es sind dies Zutaten, die Geschichte erfahrbar machen“, so Thalberg.

Beide Produktionen sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand und auch als Live-Stream abrufbar.

Ö1-Porträt „Das Sacher, das bin ich und sonst niemand“

„Das Sacher, das bin ich und sonst niemand“ – das von Ulrike Schmitzer gestaltete Porträt über Anna Sacher, deren Hotel und die Zeit, in der sie lebte, ist im „Salzburger Nachtstudio“ am Mittwoch, dem 14. Dezember um 21.00 Uhr in Ö1 zu hören. Ulrike Schmitzer erzählt darin über die wechselvolle Geschichte des Sacher, die zugleich eine Kulturgeschichte Österreichs ist.

Mehr den Inhalten ist online unter http://presse.ORF.at abrufbar.

„Das Sacher. In bester Gesellschaft“ auf Flimmit und als Roman

„Das Sacher. In bester Gesellschaft“ ist ab Mitte Jänner 2017 auch in der heimischen Online-Videothek Flimmit auf www.flimmit.com als Stream (für 30 Tage leihen) und als Download erhältlich.
In ihrem Romandebüt führt Rodica Doehnert, die Autorin des Drehbuchs zum Zweiteiler „Das Sacher. In bester Gesellschaft“, auf eine literarische Ebene. Gemeinsam mit ihren Figuren folgt sie dem Niedergang der Monarchie hinein in die Widersprüche des 20. Jahrhunderts. Der Roman erscheint im November 2016 im Europa Verlag.

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