• 17.11.2016, 12:07:07
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Grüne/Johann: Jagdreferent Darmann schläft, während Kärntens Wald verwüstet wird

Grüne haben im Kärntner Landtag Antrag auf Jagdgesetznovelle eingebracht

Utl.: Grüne haben im Kärntner Landtag Antrag auf Jagdgesetznovelle
eingebracht =

Klagenfurt (OTS) - „Der Wald hat in Kärnten durch den explosiv
zunehmenden Rotwildbestand schwere Schäden erlitten, die vom
Rechnungshof mit 11,56 Mio. Euro jährlich beziffert werden. Die
dramatischen Wildschäden in Kärnten sind seit Jahren bekannt, aber
die freiheitlichen Jagdreferenten – erst Ragger, nun Darmann -
glänzen durch Untätigkeit“, kritisiert der Grüne Landtagsabgeordnete
und Klubobfraustellvertreter Michael Johann. Deshalb haben die Grünen
bei der letzten Landtagssitzung einen umfangreichen Antrag für eine
Jagdgesetznovelle eingebracht.

„Kleinwaldbesitzer, die 70% des Kärntner Waldes besitzen, haben kein
Jagdrecht auf ihrem eigenen Grund und Boden und können nur frustriert
zuschauen, wie die durch Fütterungen hochgemästeten Hirsche ihre
Wälder schälen. Der Rechnungshof kritisiert zu Recht, dass sich der
Zustand in Kärntens Wäldern durch mangelnde Umsetzung des
Jagdgesetzes verschlechtert hat, und die Zielsetzung, Schädigungen
des Waldes durch Wild zu vermeiden, nicht erreicht wurde. Er
bemängelt die inkonsequente Umsetzung der wildökologischen
Raumplanung und die übermäßige Wildfütterung“, berichtet Johann.

„Wir haben lange genug zuschauen müssen, wie die freiheitlichen
Landesräte das Thema nicht auf die Reihe gebracht haben“, ist Johann
empört. „Es gab Arbeitsgruppen, aber bis heute gibt es keine
Gesetzesvorlage, es liegt nicht einmal eine Punktation für eine
Reparatur des Jagdgesetzes vor. Auch im Jagdausschuss herrscht
Schonzeit – Ausschussvorsitzender Franz Pirolt hat seit mehr als
einem halben Jahr keine Jagdausschusssitzung mehr einberufen.
Landesrat Darmann muss endlich seiner Aufgabe als zuständiger
Jagdreferent nachkommen und darf die Jagdgesetznovelle nicht länger
auf die lange Bank zu schieben“, fordert Johann.

Die Grünen haben deshalb bereits bei der letzten Landtagssitzung
einen Antrag gestellt, das Jagdgesetz zu novellieren. Darin fordern
sie unter anderem die Aufnahme einer Zielbestimmung zum Schutz vor
waldgefährdenden Wildschäden, die Erstellung von Abschussplänen auf
Basis eines Wildeinflussmonitorings, sowie den schrittweisen Ausstieg
aus der Verwendung von umweltgefährdender Bleimunition ins
Jagdgesetz. Wildfütterungen sollen verboten werden, da das Wild über
tausende Jahre hinweg ohne menschliche Fütterung ausgekommen ist und
nicht künstlich hochgezüchtet werden muss.

(Schluss)

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