Schüler/innen der VS Mühldorf (OÖ) als Sparkling Science-Slam-Champion 2016 ausgezeichnet.

Zweiter Sparkling Science-Slam an der WU Wien

Wien (OTS) - Am 14. November ging das Finale des zweiten Junior Science Slam in Österreich über die Bühne. Nach Vorentscheidungen in Salzburg und Wien konnten die Schüler/innen der Volksschule Mühldorf (OÖ) den Sieg für sich behaupten. Mit ihrer kreativen Präsentation des Sparkling Science-Projekts „Sozialer Zusammenhalt und Ausflugsgebiet beim Waldrapp“ überzeugten sie das Publikum und holten sich ein Preisgeld von 1.000 Euro. Gemeinsam mit der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle für Verhaltens- und Kognitionsbiologie an der Universität Wien haben die Schüler/innen die Verhaltensmuster einer der am meisten bedrohten Vogelarten erforscht. Die Plätze Zwei bis Vier mit einem Gewinn von je 500 Euro erkämpften sich die Schüler/innen der VS/WMS Campus Landstraße (Wien), der HTL Braunau (OÖ) und des BORG Mittersill (Sbg.).

Ein Science Slam bringt innerhalb weniger Minuten Forschungsinhalte originell und verständlich auf die Bühne. Beim Sparkling Science-Slam vermitteln Jugendliche auf originelle Art und Weise ihre Tätigkeiten innerhalb ihrer Sparkling Science-Projekte.

Sparkling Science startete 2007 im Auftrag des BMWFW (Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft) und ist mittlerweile das international größte Forschungsprogramm an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Schule. Abgewickelt wird es von der OeAD-GmbH. Die Schüler/innen arbeiten Seite an Seite mit Forscher/innen an aktuellen wissenschaftlichen Fragestellungen. So soll schon früh ihr Interesse für die Wissenschaft geweckt werden.

Sparkling Science – Wissenschaft macht Schule

Seit Programmstart wurden mit Sparkling Science 260 Projekte mit 29,2 Mio. Euro gefördert. An diesen Projekten nahmen bisher 78.152 Schüler/innen, 848 Wissenschaftler/innen, 1.989 Studierende und 1.788 Lehrpersonen teil. 179 wissenschaftliche Einrichtungen, 149 Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft und 449 Schulen und Schulzentren forschten in den letzten zehn Jahren mit Sparkling Science. Die Themen kommen aus allen Disziplinen: Naturwissenschaften (29 %), Sozialwissenschaften (20 %), Technik (13 %), Lehr-Lernforschung (12 %), und Informatik (12 %), Geisteswissenschaften (8 %) und Medizin und Gesundheit (7 %). Das Programm wird alle zwei Jahre ausgeschrieben. 2016 fand der sechste und letzte Call statt. Derzeit wird ein Nachfolgeprogramm vorbereitet, das stärker in Richtung Responsible Science, Citizen Science und Open Innovation gehen soll. Eine erste Ausschreibung ist für 2018 geplant.

Gütesiegel für engagierte Schulen

Der Slam fand im Rahmen der diesjährigen Sparkling Science-Tagung statt, in welche ebenso die Verleihung des Young Science-Gütesiegels für Forschungspartnerschulen eingebettet wurde. Die Gütesiegel gehen an jene Schulen, die besonders nachhaltig und erfolgreich mit wissenschaftlichen Einrichtungen zusammenarbeiten, und werden alle zwei Jahre verliehen. Bereits ausgezeichnete Schulen können nach zwei Jahren um eine Nachzertifizierung ansuchen.

Heuer wurden fünf Schulen zum ersten Mal mit dem Sparkling Science-Gütesiegel ausgezeichnet: die NMS Weer, die HTL Braunau, das BG BRG Villach-St. Martin, die HTL Dornbirn und die HTL für Lebensmitteltechnologie, Getreide- und Biotechnologie des Landes OÖ. Zehn Schulen wurden nachzertifiziert: das Akademische Gymnasium Graz, das BRG Kepler in Graz, die HTL Donaustadt, die HTBLuVA Wiener Neustadt, das Wiedner Gymnasium Sir Karl Popper Schule, das BG BRG Lerchenfeld, die HBLVA für chemische Industrie in Wien, die HBLFA Raumberg-Gumpenstein, die HBLA Ursprung und die HLW Freistadt.

Schwerpunkt der Tagung bildete der Open Innovation-Charakter von Sparkling Science. In drei Panels am Nachmittag wurden die Themen digitale Technologien, Erfolgsgeschichten aus Sparkling Science-Projekten und Veränderungen durch neue Formen der Kollaboration in Wissenschaft und Bildung behandelt. Harald Katzmair, FASresearch, ging in seiner Keynote auf die Öffnung der akademischen Welt sowohl hinsichtlich der wissenschaftlichen Performance als auch der Akzeptanz in der Öffentlichkeit ein. Birgit Renate Krainer wurde für ihre schulische Abschlussarbeit „Human Enhancement – Doping fürs Hirn“ ausgezeichnet. Ihre Arbeit ist aus der Young Science-Themenplattform entstanden und beleuchtete mit dem Thema „Hirndoping“ einen Teilbereich von Human Enhancement. Human Enhancement dient der Erweiterung der menschlichen Möglichkeiten und der Steigerung menschlicher Leistungsfähigkeit. Ausgangspunkt sind kranke oder gesunde Menschen, die mit Wirkstoffen, Hilfsmitteln und Körperteilen versorgt und mit Technologien verbunden werden.

Nachlese und Fotos:
https://www.sparklingscience.at/de/veranstaltungen.html

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/8149

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