Nein zum Öxit. Nein zu Hofer.

Hans Peter Haselsteiner stellt zweite Welle der bundesweiten Kampagne vor, in der auch Christian Konrad, Brigitte Ederer und Franz Fischler vor der Anti-EU-Politik der FPÖ warnen.

Wien (OTS) - Unter dem Titel "Nein zum Öxit" hat der Unternehmer Hans Peter Haselsteiner Anfang September eine bundesweite Werbekampagne initiiert, die den gefährlichen Zick-Zack-Kurs des FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer in Sachen EU-Austritt thematisiert. Im Rahmen eines Pressegesprächs wurde heute die zweite Inseratenwelle der Kampagne präsentiert, in der sich nun neben Haselsteiner mit dem ehemaligen Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad, Ex-Siemens-Chefin Brigitte Ederer und dem einstigen EU-Kommissar Franz Fischler weitere bekannte Persönlichkeiten gegen einen Öxit aussprechen.

Haselsteiner: EU-Austritt wäre "wirtschaftlicher Selbstmord"
"Hofer hat nach der Brexit-Entscheidung in Großbritannien eine österreichische Abstimmung für 2017 in den Raum gestellt und ist derzeit nur aus wahltaktischen Gründen von dieser Idee abgerückt. Das ist eine plumpe Wählertäuschung die wir ihm nicht durchgehen lassen, denn er wird nach dem 4. Dezember weiter an einem Öxit zündeln. Und nach dem Wahlerfolg von Donald Trump in den USA befinden wir uns hier auf einer noch höheren Risikostufe als zuvor", begründet Haselsteiner die Fortsetzung der Kampagne. "Gerade unsere Kinder und Enkelkinder würden massiv unter einem Öxit leiden", so der Unternehmer. "Rund jeder zweite Arbeitsplatz in Österreich hängt direkt oder indirekt vom Export ab. Ein EU-Austritt würde den Handel massiv erschweren und wäre daher wirtschaftlicher Selbstmord", betont Haselsteiner, der diese Meinung mit vielen heimischen Unternehmern teilt.

Konrad: Populismus ist Gefahr für Österreich
"Für Österreich sind Export und die internationale Zusammenarbeit die entscheidenden Faktoren für Wohlstand, Sicherheit und Weiterentwicklung: wirtschaftlich, aber auch kulturell und im sozialen Zusammenhalt. Für Österreich kann es keinen Weg ohne die EU geben", ist Christian Konrad überzeugt. "Meine Lebenserfahrung in der Wirtschaft hat mir gezeigt, wie entscheidend die Mitgliedschaft in der EU für alle Bereiche ist. Diese gestaltende Kraft in der EU darf nicht aufs Spiel gesetzt werden", so Konrad, der dabei auch auf seine Erfahrungen als Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung verweist. "Ich habe viel Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Engagement in Österreich gesehen, aber auch sehr viel Kälte. Diese Strömungen durch neuen Nationalismus und Egoismus sind eine Gefahr für Österreich", warnt Konrad.

Ederer: Österreich braucht Verlässlichkeit und keinen Zick-Zack-Kurs
"Wer mit dem Öxit liebäugelt und spekuliert, setzt Österreich gefährlichen wirtschaftlichen und politischen Risiken aus. Was wir brauchen, in Österreich und in der EU, sind Verlässlichkeit und Verantwortungsbewusstsein. Daher halte ich den Zick-Zack-Kurs von Hofer für durchschaubar und brandgefährlich", betont Brigitte Ederer. Als Mitglied der EU ist Österreich Teil des erfolgreichsten Friedensprojekts der Geschichte. "Jeder Österreicherin und jedem Österreicher muss klar sein, dass wir einen beträchtlichen Teil unseres Wohlstandes und der Lebensqualität vor allem Europa zu verdanken haben. Frieden, Sicherheit, wirtschaftliche Erfolge, aber auch Vorzüge dieses gemeinsamen Europas dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden", so Ederer, die eine große Gefahr im Populismus sieht: "Dieses ständige Zündeln und Spalten der Gesellschaft gefährdet den Frieden und die Sicherheit." 

Fischler: Österreich profitiert wesentlich von der EU
Als populistischen "Wolf im Schafspelz" sieht der ehemalige EU-Kommissar Franz Fischler den FPÖ-Kandidaten Hofer. "Österreich braucht Volksvertreter, die glaubwürdig international denken und handeln. Ohne dieses globale Denken ist kein sozialer Friede, aber auch kein wirtschaftlicher Erfolg möglich. Und auch die großen Herausforderungen wie Klima- und Umweltschutz oder die Migrationsbewegungen sind national nicht lösbar", erinnert Fischler an die Wichtigkeit der Zusammenarbeit in Europa. Abgesehen davon hat Österreich in vielen Bereichen wesentlich von der EU profitiert. "Die österreichische Landwirtschaft bekommt im Bereich der Direktzahlungen jährlich rund 692 Millionen Euro. Und Gesamtösterreich profitiert von den EU-Geldern für die ländliche Entwicklung. Ohne diese Agrarzahlungen sinkt die Wertschöpfung in Österreich um 1,4 Milliarden Euro und die regionale Lebensmittelversorgung wäre in Gefahr", so Fischler. 

Haselsteiner finanziert diese Kampagne, die in Summe mehrere hunderttausende Euro kostet, als Privatpersonen aus eigener Tasche. Die Grundidee stammt von ihm, für die Ausführung zeichnet die Werbeagentur Czerny Plakolm verantwortlich. Im Rahmen der zweiten Welle sind Inserate, TV-Spots und begleitende Online-Aktivitäten vorgesehen. Auf der Website www.neinzumoexit.at werden weiterführende Informationen zum Thema angeboten und insbesondere die negativen Folgen eines Öxit für alle Österreicher aufgezeigt.

Link-Tipp: www.neinzumoexit.at
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/8444

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