- 08.11.2016, 13:56:39
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„Wiens Stätten der Schande“
Mailath-Pokorny anlässlich der Ausstellungseröffnung „Letzte Orte der Deportation“ sowie des 78. Jahrestages der „Reichspogromnacht“ am 9. November
Utl.: Mailath-Pokorny anlässlich der Ausstellungseröffnung „Letzte
Orte der Deportation“ sowie des 78. Jahrestages der
„Reichspogromnacht“ am 9. November =
Wien (OTS) - „Es ist wichtig, dass sich Wien an die Stätten der
schandvollen Vertreibung seiner Jüdinnen und Juden erinnert“, erklärt
Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny anlässlich der
Ausstellungseröffnung „Letzte Orte vor der Deportation“ im äußeren
Burgtor. 46.000 jüdische Mitbürger wurden einst von Sammellagern in
der Leopoldstadt in offenen Lastwägen zu den Deportationszügen
gebracht. Das geschah nicht heimlich, sondern im Bewusstsein der
Bevölkerung.
„Die Ausstellung im Burgtor transferiert diese Tatorte des Grauens
vom Rand der Verdrängung ins Zentrum unseres kollektiven
Gedächtnisses“, so Mailath-Pokorny, für den der Heldenplatz eine
„seismische Prüfstelle für die Bruchlinien und Verwerfungen unserer
Demokratie“ darstellt.
„Dieser historisch kontaminierte Ort eignet sich wenig für die
Mystifizierung von Krieg. Vielmehr ist es ein Ort der wortwörtlichen
Besinnung. Er versinnbildlicht in seiner Gesamtheit, dass
vermeintliche Höhe- und absolute Tiefpunkte unserer Geschichte eine
Unzahl an Menschen zu Opfern machte. Sie sind die eigentlichen
Helden, auf die sich der Name des Platzes beziehen soll. Das
Schicksal dieser Helden muss uns Auftrag zum friedvollen Miteinander
sein.“
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