FOPI spricht sich klar für Patentschutz aus

Patente dienen dem Schutz von Erfindungen, sind aber auch ein wichtiger Faktor für Reinvestitionen in Innovationen. Denn der Patentschutz sichert Innovationen sowie medizinischen Fortschritt und kommt schließlich der gesamten Bevölkerung, allen voran den Patienten zugute
Mag. Ingo Raimon, Präsident FOPI

Wien (OTS) - Das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI) nimmt den Internationalen Tag der Erfinder, der im deutschsprachigen Raum alljährlich am 9. November begangen wird, zum Anlass, sich einmal mehr ganz klar für den Patentschutz auszusprechen: „Patente dienen dem Schutz von Erfindungen, sind aber auch ein wichtiger Faktor für Reinvestitionen in Innovationen. Denn der Patentschutz sichert Innovationen sowie medizinischen Fortschritt und kommt schließlich der gesamten Bevölkerung, allen voran den Patienten zugute“, betont Mag. Ingo Raimon. Der FOPI-Präsident spricht sich somit gegen Behauptungen des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger aus, Pharmaunternehmen haben durch lange Laufzeiten von Patenten eine Monopolstellung.

Der Tag der Erfinder soll unter anderem Mut zu eigenen Ideen sowie zur Veränderung machen und zur Mitarbeit an unserer Zukunft aufrufen. Im Hinblick auf Letztere spielt die forschende pharmazeutische Industrie eine entscheidende Rolle, da sie zu einem nachhaltigen und somit zukunftsfähigen Gesundheits- und Sozialsystem wesentlich beiträgt. Die Pharmaindustrie investiert nicht nur hohe finanzielle Mittel in die Entwicklung neuer Arzneimittel, sondern auch viel Zeit: So dauert es im Schnitt zwischen zehn und 15 Jahre, bis ein neues Medikament auf den Markt gebracht werden kann.

„Forschung und Entwicklung ist ein hochriskanter Unternehmensbereich. Er kostet viel Zeit und Geld. Der Schutz der Erfindung für einen festgelegten Zeitraum ist ein wichtiger Benefit für Unternehmen weiterhin Fortschritt zu entwickeln und neues Wissen zu garantieren“, erklärt FOPI-Präsident Raimon. 

„Angriff auf Forschung und Entwicklung“

Der Hauptverband bringt im Zusammenhang mit dem Patentschutz außerdem und einmal mehr die Thematik der „hochpreisigen Medikamente“ aufs Tapet und stellt sie als „Bedrohung für das Gesundheitssystem“ dar. Ein Grund dafür soll besagte Monopolstellung der Pharmaunternehmen sein, die wiederum auf die lange Laufzeit von Patenten zurückzuführen sei. Allein: Der Anstieg der Medikamentenkosten liegt 2016 bis dato deutlich unter den Erwartungen. So stiegen die Arzneimittelumsätze von Jänner bis September um lediglich 2,96 Prozent. Betrachtet man diese Wachstumszahl müssen noch jene 125 Mio. Euro berücksichtigt werden, die die Pharmaindustrie durch den Rahmenpharmavertrag im Jahr 2016 an den Hauptverband leistet, wodurch es zu einer deutlichen Reduktion der 2,96 Prozent kommt. Somit bleibt der Anteil der Arzneimittelkosten an den gesamten Gesundheitsausgaben auch in diesem Jahr bei etwas über zwölf Prozent.

„Eine Verkürzung oder gar Aushöhlung des ökonomisch notwendigen Patentschutzes macht also auch in dieser Hinsicht keinen Sinn, sondern ist vielmehr ein Angriff auf Forschung und Entwicklung innovativer Arzneimittel und beschädigt weit über den engeren Gesundheitsbereich hinaus die Reputation Österreichs als Standort für innovative Wirtschaftssektoren“, konstatiert Ingo Raimon.

Über FOPI

Das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie FOPI ist die österreichische Interessenvertretung von 26 internationalen Pharmaunternehmen mit Fokus auf Forschung und Entwicklung. Als Partner im Gesundheitswesen setzt sich FOPI für den Zugang zu innovativen Arzneimitteln und damit für die bestmögliche medizinische Versorgung in Österreich ein. Im Dialog mit Patientenorganisationen, Verschreibern und Kostenträgern trägt FOPI dazu bei, drängende gesellschaftliche Probleme zu lösen. 

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