• 24.10.2016, 13:43:25
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AK zu Mercer Index: Ewig gestrige Verunsicherungsbotschaft

Österreichisches Pensionssystem ist gut aufgestellt

Utl.: Österreichisches Pensionssystem ist gut aufgestellt =

Wien (OTS) - „Das österreichische Pensionssystem ist gut abgesichert.
Auch das aktuelle Gut-achten der Pensionskommission zeigt: Österreich
befindet sich mit seinem Pensionssystem auf einem sehr guten Weg“,
sagt AK Pensionsexperte Wolfgang Panhölzl zum ‚Melbourne Mercer
Global Pension Index 2016‘. „Auch langfristig ist die Entwicklung
stabil. Der Mercer Global Pension Index hält an ewig gestrigen
Verun-sicherungsbotschaften fest, die interessengeleitet sind.“

Die staatlichen Ausgaben für die gesetzlichen Pensionen werden in
den nächsten fünf Jahren deutlich geringer ausfallen als im
Budgetplan vorgesehen war – und zwar gleich um mehrere hundert
Millionen Euro pro Jahr. Auch langfristig ist die Entwicklung stabil.
Nach dem Ageing Report der EU-Kommission werden die österreichischen
Pensionsaufwendungen bis zum Jahr 2060 im Vergleich zum Jahr 2014 nur
um 0,5 Prozent des BIP steigen. Österreich hat ein nachhaltiges
öffentliches Pensionssystem, das auch für die Jungen gute Pensionen
gewährleistet.

Der Mercer Index setzt auf kapitalgedeckte Systeme, so als hätte
es die Finanz- und Wirtschaftskrise nicht gegeben. Der
Nachhaltigkeitsindex von Mercer ist so konstruiert, dass
Pensionssysteme automatisch umso nachhaltiger erscheinen, je höher
der Anteil der Kapitaldeckung ist. „Dies ist jedoch ein Trugschluss.
Auch die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass das Gegenteil der
Fall ist. Gerade jene Länder, die auf Kapitaldeckung gesetzt hatten,
waren im Zuge der Finanzkrise gezwungen, Leistungen zu kürzen, das
Pensionsantrittsalter anzuheben oder überhaupt vom Privatisierungsweg
wieder abzugehen“, so Panhölzl.

„Es ist vor allem der Mercer- Index selbst, der einer Reform
bedarf“, sagt der AK Experte. So wird das öffentliche Pensionssystem
ausschließlich im Zusammenhang mit Fragestellungen zum
kapitalgedeckten System bewertet, beispielsweise wird die Qualität
des Pensionssystems überwiegend mit Fragestellungen über
Zusatzpensionen erhoben. Diese seltsame Indexbildung führt dazu, dass
beispielsweise Deutschland bei der Angemessenheit der Pensionen weit
vor Österreich rangiert, „angesichts des weitaus niedrigeren
Leistungsniveaus in der deutschen Rentenversicherung ein mehr als
eigenartiges Ergebnis“, kritisiert Panhölzl. Das Leistungsniveau in
Deutschland ist laut OECD um mehr als 40 Prozent niedriger als in
Österreich. Ganz vorne mit dabei im Index sind die Niederlande, deren
kapitalgedeckte Pensionsfonds in einer schweren Krise stecken, die zu
Leistungskürzungen geführt hat. Auch Australien, das gar keine erste
Säule hat, also kein öffentliches Pensionssystem hat, hat einen
Spitzenplatz im Mercer Index.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

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