- 18.10.2016, 09:30:01
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Walser: Rechtsextremer Kongress in Linz wäre verheerendes Signal
Grüne fordern LH Pühringer auf, Mietvertrag mit Veranstaltern zu lösen
Utl.: Grüne fordern LH Pühringer auf, Mietvertrag mit Veranstaltern
zu lösen =
Wien (OTS) - „Wenn zahlreiche Persönlichkeiten aus Wissenschaft,
Kultur und Politik und vor allem der NS-Opferorganisationen gegen die
Vermietung der Linzer Redoutensäle an die Veranstalter des Kongresses
der ‚Verteidiger Europas‘ auftreten, sollte das nicht nur
Landeshauptmann Pühringer ernstnehmen, sondern auch die Organe der
Republik interessieren. Alles andere als die Lösung des Mietvertrages
mit den rechtsextremen Organisatoren wäre ein verheerendes Signal
nach außen, aber auch nach innen“, kommentiert der
vergangenheitspolitische Sprecher der Grünen, Harald Walser, die
bisherige Weigerung von Landeshauptmann Josef Pühringer, den derzeit
bestehenden Mietvertrag aufzukündigen.
Walser bezieht sich auf einen heute veröffentlichten Appell des
„Mauthausen Komitee Österreich“, den zahlreiche Persönlichkeiten
unterzeichnet haben – darunter die KZ-Überlebenden Marko Feingold,
Rudolf Gelbard und Käthe Sasso, der Präsident des Internationalen
Mauthausen Komitees Guy Dockendorf – in dem Pühringer aufgefordert
wird, den Vertrag zu lösen und damit dem Land Oberösterreich das
blamable Rechtextremisten-Treffen zu ersparen.
„Ich frage Josef Pühringer, was er sich dabei denkt, wenn er sich
symbolisch mit Personen ins Bett legt, die laut Dokumentationsarchiv
des österreichischen Widerstands zahlreiche Überschneidungen zum
organisierten Neonazismus und eine neofaschistische Schlagseite
aufweisen“, sagt Walser. Er legt Landeshauptmann Pühringer auch
dringend nahe, sich bei der Stadt Marburg zu erkundigen, warum etwa
an die Burschenschaft Germania Marburg, die den geplanten Linzer
Kongress maßgeblich mitorganisiert, seitens der Stadt keine
Räumlichkeiten mehr vermietet werden: „Die Antwort könnte für
Pühringer sehr erhellend sein. Wir haben jedenfalls schon genügend
Probleme mit den heimischen Rechtsextremen und Neonazis und müssen
sie daher nicht auch noch in Massen zu einem Treffen importieren.
Daher gibt es aus Grüner Sicht nur ein einziges richtiges Zeichen:
Die Verhinderung, dass dieser Kongress der Schande in Österreich
stattfinden kann.“
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