- 14.09.2016, 11:08:38
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VCÖ-Mobilitätspreis Wien für BOKU-Bikes und Wiener Radfahrschule
VCÖ: Wiens Kinder und Jugendliche umweltfreundlicher mobil als Erwachsene - Sonderpreis für Mariahilfer Straße Neu!
Utl.: VCÖ: Wiens Kinder und Jugendliche umweltfreundlicher mobil als
Erwachsene - Sonderpreis für Mariahilfer Straße Neu! =
Wien (OTS) - Die 16- bis 24-Jährigen sind Wiens fleißigste
Öffi-Fahrer und für die 6- bis 10-Jährigen sind neben den Öffis die
eigenen Beine das am häufigsten genutzte "Verkehrsmittel", macht der
VCÖ aufmerksam. Gering ist hingegen der Anteil des Radfahrens in der
Mobilität von Kindern und Jugendlichen. Die zwei Siegerprojekte beim
diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Wien - die Wiener Radfahrschule und
die BOKU-Bikes - wollen das ändern. Zudem erhielt die neugestaltete
Mariahilferstraße einen Sonderpreis beim VCÖ-Mobilitätspreis Wien.
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind umweltfreundlicher
mobil als die Wiener Gesamtbevölkerung, macht der VCÖ aufmerksam. Die
Auswertung der Mobilitätserhebungen der Jahre 2010 bis 2014 ergab,
dass die 11- bis 15-Jährigen im Schnitt 84 Prozent ihrer Alltagswege
zu Fuß, mit Öffis und dem Rad zurücklegen. Nur bei 16 Prozent der
Strecken fahren sie im Auto mit. Noch geringer ist die Bedeutung des
Autos für die 16- bis 24-jährigen Frauen: Nur 13 Prozent der
Alltagsfahrten werden mit dem Auto gemacht, 87 Prozent der Wege legen
sie umweltfreundlich mit Öffis, zu Fuß oder mit dem Rad zurück. Bei
den 16- bis 24-jährigen Männern ist der Anteil der Autofahrten mit 17
Prozent nur geringfügig höher. Auch die jungen Männer nehmen für mehr
als 80 Prozent ihrer Wege die Öffis, das Rad oder gehen zu Fuß, fasst
der VCÖ zusammen.
Im Klimavertrag von Paris hat die Staatengemeinschaft den globalen
Ausstieg aus der fossilen Energie bis zum Jahr 2050 beschlossen. Das
Verkehrssystem muss bis dahin vom Erdöl völlig unabhängig sein. Für
eine klimafreundliche Mobilitätswende arbeiten in Wien viele
Unternehmen, die Bezirke, Vereine, Universitäten und Schulen. Zum
diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Wien, der vom VCÖ in Kooperation mit
der Stadt Wien und den ÖBB durchgeführt wird, wurden 102 Projekte für
eine klimafreundliche Mobilität eingereicht. Die drei von der
Fachjury am besten bewerteten Projekte wurden heute ausgezeichnet.
"Der VCÖ-Mobilitätspreis zeichnet jedes Jahr Projekte aus, die
umweltfreundliche Mobilität fördern und voranbringen. Die
ausgezeichneten Initiativen sind Symbole dafür, dass der Wandel hin
zu einer umweltfreundlichen Mobilität auf vielen Ebenen geschieht.
Sie sind stellvertretend für hunderte weitere Initiativen
ausgezeichnet worden, die in der Stadt für mehr Lebensqualität, mehr
Radverkehr und mehr Barrierefreiheit arbeiten", so
Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou.
Dr. Michael Meschik vom Institut für Verkehrswesen an der Universität
für Bodenkultur nahm den VCÖ-Mobilitätspreis Wien für die BOKU-Bikes
entgegen. Die BOKU Wien startete im Jahr 2014 ein umfassendes
Mobilitätsmanagement für die 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
sowie rund 13.000 Studierenden. Ein Kernstück des
Mobilitätsmanagements sind die im Jahr 2016 neu eingeführten
BOKU-Bikes. Die BOKU arbeitet dabei mit zwei sozioökonomischen
Betrieben zusammen, die schwer vermittelbare Arbeitskräfte
beschäftigen: Der Lieferant ist Bicycle Graz und das Erstservice
führt Trendwerk am Wiener Hauptbahnhof durch. Heuer wurden bereits
250 BOKU-Bikes an Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der BOKU übergeben, im Jahr 2017 folgen weitere 250 Stück.
Die Organisation von Radfahrkursen für Schulklassen im Stadtverkehr
stellt in Bezug auf die logistische Umsetzbarkeit und die Sicherheit
der Kinder höchste Anforderungen. Der Verein "Schulterblick - Die
Wiener Radfahrschule" bietet seit Mai 2015 für Schulklassen der 4.,
5. und 6. Schulstufe Radfahrkurse im Verkehrsraum an. Mit Ende Herbst
dieses Jahres werden bereits rund 1.000 Kinder die Radfahrkurse
absolviert haben. Die Fahrräder werden zur Verfügung gestellt, nach
dem Übungsplatz wird auf Radwegen in Kleinstgruppen von maximal fünf
Kindern und mit zwei Begleitpersonen gefahren. Der
VCÖ-Mobilitätspreis Wien wurde an Robert Fuchs, dem Leiter von
"Schulterblick" verliehen.
Als drittes Projekt wurde vom VCÖ die Mariahilfer Straße NEU mit
einem Sonderpreis beim VCÖ-Mobilitätspreis Wien ausgezeichnet. Von
der Fachjury wurde es als "DAS Leuchtturmprojekt" und als "eines der
sichtbarsten Projekte Wiens mit extrem hoher Strahlkraft, das zeigt,
was möglich ist" bezeichnet. Die Auszeichnung nahmen Peter Lux
(Stadtbaudirektion, Projektleiter der Umgestaltung der Mariahilfer
Straße), Julia Seeburger (Planungsreferentin MA 28) und Franz
Kobermaier (Abteilungsleiter MA 19) entgegen. Die Mariahilfer Straße
neu fand nach Fertigstellung auch international Anerkennung. So ist
die neue Mariahilfer Straße laut Fachportal "landarchs.com" eines der
"10 Best Urban Projects" der Welt. Die Mariahilfer Straße ist
Österreichs am stärksten frequentierte Begegnungszone. Eine im Herbst
2015 veröffentlichte Umfrage des Instituts SORA ergab, dass zwei
Drittel der Besucherinnen und Besucher der Mariahilfer Straße mit dem
Ergebnis der Umgestaltung zufrieden waren. 85 Prozent beurteilen das
Gesamterscheinungsbild als sehr oder ziemlich gut.
Mehr Informationen zu den ausgezeichneten Projekten: www.vcoe.at
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