• 31.08.2016, 12:16:24
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Digital ist voll normal: Digitalisierung im Tourismus - zukunftsorientiert wirtschaften

Digitalisierung ist kein Jobkiller, braucht aber professionelle Unterstützung: hochkarätige Diskussionsveranstaltung von Bundessparte Tourismus und IV Tirol

Utl.: Digitalisierung ist kein Jobkiller, braucht aber
professionelle Unterstützung: hochkarätige
Diskussionsveranstaltung von Bundessparte Tourismus und IV
Tirol =

Wien (OTS) - Bereits zum vierten Mal luden die Bundessparte Tourismus
und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die
Industriellenvereinigung (IV) Tirol zum Standortdialog Tourismus und
Industrie in Alpbach. Im Mittelpunkt stand heuer das Thema
Digitalisierung.

Im Rahmen einer hochkarätigen Expertengruppe unter Leitung von Petra
Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der WKÖ-Bundessparte Tourismus und
Freizeitwirtschaft und von IV-Tirol Vizepräsident Paul Unterweger
diskutierten hochrangige Experten aus Politik, Wissenschaft und
Wirtschaft: Harald Mahrer, Staatssekretär für Wirtschaft,
Wissenschaft und Forschung, Carsten Hennig (Publizist im
Tourismusbereich aus Deutschland), Josef Gruber, Vorstandsmitglied
der Ski Welt Amadé, HOTREC-Präsidentin Susanne Kraus-Winkler,
Wolfgang Kleemann (Geschäftsführer der Österreichischen Hotel und
Tourismusbank) sowie Christian Rupp, Sprecher der Plattform Digitales
Österreich der Bundesregierung.

Ziel des Arbeitskreises war es, Perspektiven, Umsetzungsstrategien
aber auch mögliche Irrwege einer der gewaltigsten Umwandlungsprozesse
in der Geschichte der Menschheit zu diskutieren:

Publizist Hennig machte die Kommunikation in der digitalisierten Welt
als besondere Herausforderung für Betriebe aus: „Moderne
Kommunikation ist wie Hochfrequenz-Aktienhandel:
Informationsüberfluss ist in Millisekunden digital myriadisiert, also
in ungeheurer Anzahl verbreitet.“ Daher gehe es darum, „die richtige
Botschaft zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Adressaten zu
bringen“, so Hennig in seiner Keynote. „Das wiederum verlangt weitere
technische Professionalisierung und die Fähigkeit, auch komplexe
Inhalte adhoc auf den Punkt zu bringen. Ohne professionelle
Unterstützung wird das nicht gelingen“, so sein Fazit.

„Dieser Prozess ist nicht abstrakt, sondern wird vom rasanten Wandel
der Lebenswelt unserer Kunden beeinflusst. Daher müssen wir bei der
Entwicklung unserer Digitalisierungsstrategie immer die Sichtweise
der Kunden im Auge behalten“, hielt Bundesspartenobfrau
Nocker-Schwarzenbacher dazu fest.

„Die Digitalisierung wird unser Leben in den nächsten Jahren radikal
verändern. Dieser Veränderung müssen wir positiv begegnen und uns
damit beschäftigen, ansonsten werden wir bald nicht mehr im
internationalen Orchester mitspielen‎. Also arbeiten wir gemeinsam an
den Rahmenbedingungen, die wir in der Praxis auch tatsächlich
brauchen“, so Staatssekretär Mahrer in seinem Statement.

IV-Tirol Vizepräsident Unterweger zeigte sich überzeugt: „Die
Digitalisierung ist kein Job-Killer. Im Gegenteil: Sie kann zum
Job-Motor werden, wenn auch die Rahmenbedingungen – von flexiblen
Arbeitszeiten bis hin zu den spezifischen Ausbildungsmöglichkeiten –
an die Anforderungen des digitalen Zeitalters angepasst werden. Dem
Bildungswesen kommt eine besondere Schlüsselrolle zu. Je besser die
Menschen schon vom Kindesalter her Verständnis entwickeln, umso
besser können sie in den Arbeitsprozess integriert werden. Entweder
wir machen mit oder wir versäumen den Anschluss.“

„Diese Entwicklung kann auch nicht aufgehalten werden, vielmehr
müssen Politik und Interessenvertretung sie bestmöglich begleiten.
Ziel ist es, öffentliche und private Investitionen in die
Infrastruktur, Maßnahmen im Bereich Aus- und Weiterbildung, die
Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Universitäten, Finanzierungen
und Schaffung besserer Regulierungen zu unterstützen“, so
Spartenobfrau Nocker-Schwarzenbacher abschließend.

Mit den Standortdialogen in Alpbach setzen die Tourismussparte und
die IV Tirol alljährlich wichtige Impulse für Politik und
Gesellschaft. (PWK607/JR)

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