- 10.08.2016, 09:30:04
- /
- OTS0023 OTW0023
ÖGfE-Schmidt: EU-Kommunikation via Social Media hat noch hohes Potential
Nur jede/r fünfte Jugendliche in Österreich nützt soziale Netzwerke, um EU-Informationen zu erhalten - Jugendumfrage 2016
Utl.: Nur jede/r fünfte Jugendliche in Österreich nützt soziale
Netzwerke, um EU-Informationen zu erhalten - Jugendumfrage
2016 =
Wien (OTS) - „Social Media sind aus dem Leben fast aller Jugendlichen
nicht mehr wegzudenken. Doch nur wenige von ihnen nützen sie, um sich
über europäische Entwicklungen zu informieren. Die europäische
Politik muss sich besser auf neue Kommunikationstrends einstellen, um
mit jungen Menschen dort in den Dialog zu treten, wo sie sich
virtuell aufhalten“, betont Paul Schmidt, Generalsekretär der
Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE), in Bezug auf
eine aktuelle ÖGfE-Jugendumfrage, die hauptsächlich an AHS und BHS
unter 1712 SchülerInnen im Schuljahr 2015/16 durchgeführt wurde.
Insgesamt geben 79 Prozent der befragten Jugendlichen an, „sehr“ (33
Prozent) bzw. „eher“ (46 Prozent) am politischen Geschehen in
Österreich interessiert zu sein. Insgesamt 21 Prozent haben „eher
kein“ (16 Prozent) bzw. „gar kein“ Interesse (5 Prozent). Das
Interesse am politischen Geschehen in der Europäischen Union ist
deutlich geringer: 57 Prozent sind „sehr“ (16 Prozent) bzw. „eher
schon“ (41 Prozent) interessiert, fast ebenso viele – nämlich 43
Prozent – gaben an, „eher nicht“ (32 Prozent) bzw. „gar nicht“ (11
Prozent) interessiert zu sein.
21 Prozent nützen Social Media „sehr häufig“ (9 Prozent) bzw. „eher
häufig“ (12 Prozent), um Informationen und Nachrichten über die EU zu
bekommen. Insgesamt 45 Prozent verwenden soziale Netzwerke in diesem
Zusammenhang „eher selten“ (25 Prozent) oder „sehr selten“ (20
Prozent), 34 Prozent „überhaupt nicht“. (* 1215 SchülerInnen befragt)
In der Umfrage gaben 94 Prozent der Befragten an, „zumindest hin und
wieder“ WhatsApp zu nutzen, 71 Prozent nannten Facebook, 68 Prozent
Snapchat, 66 Prozent Instagram, 29 Prozent Google+ und 18 Prozent
Twitter. (* 1215 SchülerInnen befragt).
Als Hauptinformationsquelle in Sachen EU dient das Fernsehen (78
Prozent „sehr/eher häufig“), gefolgt von Schule und Zeitungen (je 61
Prozent). Gespräche innerhalb der Familie werden von 49 Prozent
genannt, Radio (46 Prozent) und klassische Websites (42 Prozent) in
ähnlichem Ausmaß. Am Ende der Skala stehen Gespräche mit FreundInnen,
bei denen die EU bei 30 Prozent Thema ist.
„Bisher hat die europäische Politik das rasante Wachstum sozialer
Medien ziemlich verschlafen. Soziale Kommunikationskanäle eignen sich
jedoch durch ihren interaktiven Charakter und die Möglichkeit zum
Dialog auf Augenhöhe besonders auch für europäische Themen. Gerade
Jugendliche sollten auf ihren Kommunikationskanälen verstärkt
angesprochen und - ohne Belehrung und Propaganda - eingeladen werden,
offen und kontrovers über ihre Anliegen zu diskutieren“, so Schmidt.
Download Grafiken: http://bit.ly/29Uamhk
Hintergrund:
Die Umfrage wurde im Rahmen der Wanderausstellung „EUROPA
#wasistjetzt“ österreichweit im Zeitraum September 2015 bis Juni 2016
durchgeführt. 1712 Jugendliche an 23 Schulen wurden schriftlich
befragt. „EUROPA #wasistjetzt“ (www.wasistjetzt.eu) ist ein
gemeinsames Projekt der Österreichischen Gesellschaft für
Europapolitik, des Bundesministeriums für Europa, Integration und
Äußeres und der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich.
18 Prozent der Befragten waren 15 Jahre oder jünger, 70 Prozent 16
bis 18 Jahre und 11 Prozent 19 Jahre und älter; Überhang an
Teilnehmerinnen (59 Prozent); Einbezogene Schultypen (52 Prozent AHS,
45 Prozent BHS und 3 Prozent Berufs-, Fachschule).
Bundesländerverteilung in Prozent: BGLD: 4, KTN: 13, NÖ: 16, OÖ: 21,
SBG: 6, STMK: 18, TIR: 5, VBG: 1, WIEN: 16 (Differenz auf 100 Prozent
aufgrund gerundeter Werte). Auswertung der Umfrage:
Sozialwissenschaftliche Studiengesellschaft. Fehlende Werte auf 100
Prozent = "Keine Angabe".
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GEP






